Warum studieren?

Studieren in Halle

Leben in Halle

Alle StudienbotschafterInnen

Mein Studiengang

Evangelische Theologie

Charlotte Wagner

Meine Heimatstadt Schwäbisch Hall und mein Studienort Halle haben den gleichen historischen Hintergrund: Ihr einstiger Reichtum hat viel mit der Salzgewinnung zu tun. Damit sind aber quasi auch schon fast alle Gemeinsamkeiten der beiden Orte benannt. Deshalb war für mich der Wechsel von der schwäbischen Kleinstadt nach Halle, das immerhin die größte Stadt in Sachsen-Anhalt ist, auch kulturell ein großer Schritt. Ein Schritt allerdings, den ich bisher nicht bereut habe.

Ein Blick zurück: Schon in meiner Schulzeit habe ich mich intensiv in meiner Kirchgemeinde engagiert. Das hat mir schon damals viel Freude bereitet. Allerdings dachte ich nicht daran, dass daraus mal ein Beruf werden könnte. Weil mir Sprachen großen Spaß machen, habe ich nach dem Abi erst einmal ein Freiwilliges Soziales Jahr als Sprachassistentin in Paris absolviert. Der ursprüngliche Gedanke war, später als Sprachlehrerin zu arbeiten. Allerdings habe ich dann schnell gemerkt, dass mich diese Tätigkeit bei allen schönen und spannenden Erfahrungen nicht ganz erfüllt. Hingegen war ich gern in der dortigen deutschen evangelischen Kirchengemeinde, der ich mich angeschlossen hatte, und half bei vielen Gemeindeaktivitäten mit. In Gesprächen mit der Pfarrerin und Freunden kam irgendwann in mir der Gedanke auf, Evangelische Theologie zu studieren. Meine Eltern waren darüber erst erstaunt, denn ich bin nicht religiös erzogen worden.

Auf der Suche nach dem geeigneten Studienort waren für mich zwei Punkte entscheidend: 1.) Ich wollte raus aus Baden-Württemberg und mir einen neuen Lebensmittelpunkt schaffen. Und: 2.) Das Studium sollte nicht so teuer werden, weil ich kein Bafög bekomme. Insofern war Halle für mich die perfekte Wahl.

Zunächst zog mich Leipzig an. Doch die Stadt war mir dann einfach zu groß. Also schaute ich nach Halle. Bei der Orientierung haben mir die ich-will-wissen-Seiten der MLU im Netz auch geholfen, einen ersten Eindruck zu bekommen. Kurzentschlossen schickte ich zunächst eine Bewerbung an eines der drei Konvikte. Das sind kirchliche Wohnheime, die es in dieser Form nicht überall gibt, und die Halle als Standort aus der Sicht eines Studienbewerbers durchaus interessant machen. Ich hatte mir das Evangelische Konvikt in den Franckeschen Stiftungen ausgesucht. Als ich von dort eine Zusage bekam, war die Freude groß und die Entscheidung für Halle und die Evangelische Theologie endgültig gefallen.

Die Einschreibung an der MLU war vollkommen unkompliziert. Und auch im Konvikt habe ich mich sofort gut aufgehoben gefühlt. Denn es ist kein typisches „Studentenwohnheim“, man lebt tatsächlich miteinander und nicht nebeneinander. Zum Beispiel trinken wir regelmäßig am Nachmittag gemeinsam Kaffee und strukturieren unsere Woche durch feste Andachtszeiten, an denen jeder Konviktuale teilnehmen darf, aber nicht muss. Das gefällt mir sehr gut. Es ist für mich ein Stück Heimat geworden, das mir die Startphase und das Einleben in Halle enorm erleichtert hat.

Inzwischen bin ich auch innerlich in Halle angekommen. Ich liebe es, die Stadt per Fahrrad oder zu Fuß zu erkunden. Außerdem finde ich es toll, dass es hier so viele kleine Programmkinos gibt. Dort bin ich gern zu Gast. In meinem Studiengang habe ich schnell viele neue Kontakte knüpfen können und Freunde gefunden. Weil die meisten aus der Region kommen, habe ich von ihnen viel über die „hiesige Seele“ gelernt. Das ist eine echte Bereicherung und ein großes Privileg.

Aus meinem Blog

Keine Nachrichten verfügbar.

Unsere Service-Angebote

Für StudienanfängerInnen

Für Eltern und LehrerInnen