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Berenike Beigang

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Vielleicht habt ihr sie bereits auf einer Messe oder bei einem Schulbesuch kennen gelernt: Wiebke Günther – unsere Studienbotschafterin für Pharmazie. Nicht nur als Arbeitskollegin, sondern inzwischen auch als Freundin ist sie mir sehr ans Herz gewachsen, weshalb ich sie euch heute gerne vorstellen möchte. Dafür habe ich ein kurzes Interview mit ihr geführt – über ihr Studium, ihre Leidenschaft fürs Tanzen sowie ihre ehemalige Tätigkeit in der thüringer Bildungspolitik.

 

Wiebke, du studierst an der Uni Halle Pharmazie. Was hat dich dazu bewogen, diesen Studiengang zu wählen und bist du mit deiner Entscheidung bis heute zufrieden?

Eigentlich wollte ich immer Medizin studieren, habe aber dann relativ schnell festgestellt, dass ich dafür mehr lernen müsste und weniger Freizeit neben der Schule hätte. Da ich aber immer im Gesundheitssektor arbeiten wollte, habe ich mich für Pharmazie entschieden. Und das war genau die richtige Entscheidung. Die Vielfalt an Themen und Spezialisierungen fasziniert mich, auch wenn den Pharmazeuten oftmals vorgeworfen wird, alles und nichts zu können, da zwar jede Naturwissenschaft betrachtet wird, aber eben relativ oberflächlich.
Mit dem Studiengang an sich bin ich häufig zufrieden, manchmal aber auch nicht. Es gibt Momente, da stoße ich an meine Grenzen und denke, dass ich alles nicht mehr schaffe. Meistens dauert das aber nur ein paar Minuten und dann denke ich: Jetzt musst du da halt durch und die Zähne zusammen beißen. Meistens klappt es dann doch und dann bin ich über meine Wahl der Pharmazie sehr froh.

 

Oft berichtest du von Praktika, die du im Rahmen deines Studiums absolvieren musst. Wie sieht ein solches Praktikum denn typischerweise aus?

Ein typisches Praktikum gibt es nicht. Laborpraktika unterscheiden sich nach ihren Themen. Es gibt Analytik-Praktika, dort müssen unbekannte Proben auf bestimme Art analysiert werden. Hierbei hat jeder so viel Zeit, wie er eben benötigt. Dann gibt es noch Biologiepraktika. Da untersucht man verschiedene Pflanzen unter dem Mikroskop und stellt Zeichnungen her, die beschriftet werden müssen. Dort gibt es immer festgelegte Tagesziele, die erreicht werden müssen. Auch gibt es Praktika, in denen bestimmte Versuche durchführt werden, um es einfach einmal selbst ausprobiert zu haben.
Wie lange die ganzen verschiedenen Laborpraktika dauern, ist unterschiedlich.

 

Vor deinem Studium, parallel zum Abitur, hast du einmal als Tanzlehrerin gearbeitet, richtig?

Ja stimmt! In Weimar war ich vier Jahre lang Tanzlehrerin für Standard und Lateinamerikanische Tänze und habe vor allem die Grundkurse für Jugendliche unterrichtet. Angefangen hat es damit, dass ich immer mal ausgeholfen habe – vor allem wenn mal ein Partner gefehlt hat. Später bin ich dann an drei Tagen in der Woche nach der Schule zum Arbeiten in die Tanzschule gegangen.
Als ich dann angefangen habe zu studieren, habe ich sonntags Erwachsenenkurse gegeben. Das hat mir am meisten Spaß gemacht, weil nach einiger Zeit sich ein doch sehr freundschaftliches Verhältnis zu meinen Tanzschülern aufgebaut hat.
Doch jedes Wochenende unterwegs und dann auch in der Uni sehr eingespannt zu sein, ist sehr sehr anstrengend und so arbeite ich heute nicht mehr dort. Kontakt habe ich zu meinen alten Arbeitskollegen jedoch immer noch. Wir sind über die Jahre doch alle sehr gute Freunde geworden und sogar so etwas wie eine kleine Familie.

 

Ich habe dich immer als sehr engagierten Menschen wahrgenommen, der aktiv gestalten möchte. Da wunderte es mich nicht, als du mir erzähltest, dass du dich einmal in der thüringer Bildungspolitik engagiert hast. Wie genau bist du denn dorthin gekommen?

2014 wurde ich zur Schülersprecherin gewählt und damit verbunden bekamen wir eine Einladung zur Landesschülersprecherwahl. Gewählt wurde ich dort zwar nicht, aber es gab die Möglichkeit, sich auch so dort zu engagieren. Ich finde es nämlich immer schrecklich, wenn sich Menschen beschweren und meckern, dass alles so blöd sei, dann aber nichts unternehmen, um es zu verbessern.
Mit der Zeit gewann ich nicht nur viele neue Freunde, sondern auch Vertrauen und dadurch immer mehr Aufgaben, welche mich eng mit der ehemaligen Bildungsministerin zusammenarbeiten ließen.

 

Was für Aufgaben hast du im Rahmen dessen übernehmen können und hast du in der Zeit Kompetenzen erworben, welche dir bis heute nützen?

Ich habe unter anderem eine Jubiläumsfeier mitorganisiert und bei verschiedenen Tagungen mit thüringer Schulen mitgeholfen, für welche wir Workshops entwickelt haben. Auch wenn die eigentliche Tagung meist nur ein Wochenende in Anspruch nahm, dauerte die Vorbereitung drum herum meist zwei Monate.
Auch habe ich bei der Synchronisation der thüringer Oberstufe mitgeholfen - das war ein Ausschuss aus der Landesvertretung. Mit dem Ausschuss haben wir dann eine Veranstaltung zum Thema Seminarfach organisiert. Tatsächlich war diese Weiterbildung die erste deutschlandweit, bei der Schüler und Lehrer teilgenommen haben. Das wurde mir hinterher gesagt. Darauf war ich sehr stolz.

Eines habe ich auf jeden Fall gelernt: Reden!
Ich hab aber auch viel über Selbstorganisation gelernt. Es war auf jeden Fall eine sehr schöne Zeit und ich denke gerne daran zurück.

 

Vielen Dank Wiebke, für diesen spannenden Einblick!

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