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Bachelorarbeit abgegeben und Visum wird beantragt …

Das letzte Semester meiner Studienzeit geht zu Ende. Seit November saß ich fast täglich in meiner Lieblingsbibliothek der Franckeschen Stiftungen. Dort habe ich Bücher, Berichte und Artikel für meine Bachelorarbeit durchgearbeitet. Irgendwann hatte ich den Status erreicht, in dem ich dachte, ich hätte genug gelesen und müsste jetzt mal anfangen zu schreiben. Bevor das Stadium des Schreibens einsetzte, durchlief ich zuerst die Phase der Stagnation. Ich dachte einfach nur meine Bachelorarbeit ist scheiße, mein Thema ist doof, wo soll ich anfangen, was ist wichtig und so weiter. Dies ist jedoch nichts außergewöhnliches, denn das dachte ich eigentlich bei fast jeder Hausarbeit. Ich habe dann versucht mich zu beruhigen, in dem ich mir sagte: „Eine Bachelorarbeit ist auch nur eine größere Hausarbeit.“. Beruhigt hat mich das letztendlich nicht so wirklich, aber mit der Zeit habe ich den Faden in meiner Arbeit wieder gefunden und recht zügig einige Seiten runter geschrieben. Ein paar Tage vor der Deadline der Arbeit hatte ich dann auf jeden Fall etwas, was ich abgeben konnte.

Es wäre natürlich viel zu entspannt schon einige Tage vor der Deadline komplett fertig zu sein, da bleibt viel zu viel Zeit zum verrückt werden übrig. Nachdem Freunde von mir die Arbeit gelesen haben und ich die Korrekturen eingearbeitet hatte, konnte der Druck der Bachelorarbeit ein Tag vor Abgabe nun starten. Ich dachte allerdings: Neeeeiiiiiiiin, ich will nicht drucken!! Wenn ich das jetzt drucke, dann ist mein Studium vorerst zu Ende. Wenn ich das jetzt drucke, dann fängt ein neuer Lebensabschnitt an und ich dachte natürlich noch: Wenn ich das jetzt drucke, dann darf ich die Arbeit in den nächsten Monaten auf keinen Fall nochmal angucken, denn Fehler findet man immer.

Hier ein paar Eindrücke aus den letzten Monaten. Ich nenne es „die Evolution der Bachelorarbeit“ ;)

Einzelarbeitsraum

Endlich kann ich mich in meinem Carrel einschließen und alle meine Bücher immer da lassen. Foto: Anna Traus MLU

So schnell ist es dunkel draußen ... Foto: Anna Traus MLU

Der tägliche Weg zur Bibliothek. Foto: Anna Traus MLU

Auch über Weihnachten und Silvester wurde geschufftet. Foto: Anna Traus MLU

Die Phase: "Ich will nicht mehr" findet ihren Anfang. Foto: Anna Traus MLU

Acht Stunden täglich arbeiten? Was ist da los? Foto: Anna Traus MLU

Oder hatte ich einfach keine Lust mehr? Foto: Anna Traus MLU

Manchmal muss eben auch Quatsch sein. Foto: Anna Traus MLU

Fast geschafft! Foto: Anna Traus MLU

Jetzt kann ich nichts mehr ändern und deshalb sollte ich die Arbeit bloß nicht genauer angucken. Foto: Anna Traus MLU

Yeah!!! Ich habe abgegeben. Foto: Anna Traus MLU

Der Tag fing früh mit Alkohol an und ging bis spät in den Abend so weiter. Foto: Anna Traus MLU

Nun fragen sich aufmerksame Leser sicherlich: „Was macht Anna nach ihrem Bachelor?“. Die Antwort ist ganz leicht: Anna geht erst mal für ein Jahr nach Vietnam.

Bereits im Mai 2015 habe ich mich für einen Freiwilligendienst im Ausland über kulturweit beworben. kulturweit ist ein internationaler kultureller Freiwilligendienst und ein Projekt der Deutschen UNESCO- Kommission. In diesem Projekt werden zivilgesellschaftliches Engagement, transkulturelle Kompetenzen und Weltoffenheit für alle zwischen 18 und 26 Jahren gefördert. kulturweit unterstützt die Arbeit von Mittlerorganisationen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik in Ländern des Globalen Südens, in Mittel-, Südost- und Osteuropas sowie der GUS und so kam es, dass ich nun im Rahmen dieses Projektes über den PAD an eine Fremdsprachenoberschule nach Hanoi, in Vietnam gehe. Das ist eine von vielen Möglichkeiten um ins Ausland zu gehen. Bei kulturweit ist es nicht vorrangig ob du frisch aus der Schule kommst oder schon studiert hast. Mehr Informationen über kulturweit findest du hier und ansonsten gibt es noch viele andere Wege ins Ausland mit zahlreichen Informationen dazu im Internet.

Ab März startet nun mein Freiwilligendienst in Vietnam und deshalb muss ich Halle zunächst hinter mir lassen und den neuen Lebensabschnitt beginnen. Meine Schwester hat zu mir folgendes gesagt: „Anna, immer wenn das Leben in einen neuen Gang schaltet, dann ruckelt es manchmal.“ und ich denke sie hat es damit auf den Punkt getroffen. Ich bin fürchterlich aufgeregt, fühle mich irgendwie unzureichend vorbereitet, bin voller Vorfreude und habe gleichzeitig eine Heidenangst. Die besten Voraussetzungen um die Reise anzutreten ;) ! Ihr könnt mein Jahr dann sicherlich in einem Blog verfolgen. Wo, das werden wir in den nächsten Tagen sehen.

Bis Bald!

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