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„Gesagt, getan, für's Leben gelernt“

Annemarie Reichenbach

Studium To Go - Von Lindenblüten und Begegnung

Während auf der Peißnitz sich schon die ersten Blätter färben, sortiere ich Fotos (um meine Umzugskisten nicht sortieren zu müssen). Dabei hab ich einige aus dem frühen Sommer entdeckt, die ich gern mit euch teilen möchte, und erst recht noch mehr darüber, wo sie entstanden sind - auf einer der wohl schönsten und relevantesten Veranstaltungen, die ich bisher in Halle besucht habe!

Am 22. und 23. Juni lockten bunte Wimpelketten und Sand mitsamt Palmen auf dem Pflasterstein vor den Franckeschen Stiftungen Menschen aller Generationen an - es war Zeit für das (leider nur aller zwei Jahre stattfindende) LINDENBLÜTENFEST.
Wer davon noch nichts gehört hat, dem sei kurz folgendes erklärt:
In den Stiftungsgassen finden sich zu einem wechselnden Motto rund 15.000 Besucher*innen mit Schaustellern, Musikern, Künstlern und Händlern zu einem barocken Markttreiben zusammen. Außerdem gibt es zahlreiche thematische Mitmachangebote, die nicht nur von den Kleinen genutzt werden können (ich konnte mich von einigen Stationen nur kaum losreißen...).

Jedes Mal gibt es ein anderes 'Motto' - dieses Mal war es 'kultur global'. Dabei war das Ziel, auf verschiedenste Art und Weisen zu entdecken, wie viel Kultur anderer in uns allen steckt. Denn zählen wir nicht schließlich mit arabischen Zahlen, trinken südamerikanischen Kaffee oder haben uns immer mehr vom eigentlich europäischen Leinenstoff in unserer Kleidung entfernt? Wie sieht es aus mit Sprichwörtern die wir von anderen oder andere von uns übernommen haben, wie nehmen wir uns überhaupt gegenseitig wahr - sind wir Deutschen immer pünktlich oder doch vielmehr gemütlich? Was ich sonst vor allem in Kulturwissenschafts-Seminaren im akademischen Rahmen bespreche, war in den Franckeschen Stiftung sicht- und spürbar - dort, wo schon Francke vor einigen hundert Jahren seine Gäste mit fremden Gewürzen und Geschichten bewirtete.

Dargestellt waren auch die unterschiedlichen 'Wege' des Kulturaustauschs - Seefahrt, der Traum vom fliegen oder der Landweg mit Bahn und zu Fuß. Wie wurde kommuniziert? (Könnt ihr euch noch an das Morsealphabet erinnern, das man irgendwann in der Grundschule mal im Sachunterricht behandelt hat? Ich hab's dort zumindest auffrischen können...) Welche Pflanzen kennen wir heute nur, weil sie zu uns mitgebracht wurden? Es entstanden allerlei Fragen, und in den Gesichtern der Besuchern konnte man auch allerlei Staunen ablesen.

Im bunten Treiben wurden mir neue Perspektiven aufgezeigt beziehungsweise beschloss ich, auch in meinem Alltag vermehrt auf den Ursprung von Dingen und Bräuchen zu achten - und immer wieder dankbar zu sein: für mein Studium, Veranstaltungen wie diese in meiner Uni-Stadt und den interkulturellen Austausch!

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