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Annemarie Reichenbach

HOW TO: Auf die Frage antworten, was man mit dem Studium machen will

Der Eine hört sie vom Vater der Freundin, der er beim Umzug hilft, die Andere in der Schlange beim Bäcker zu Besuch im Heimatort...- die wohlklingendste aller Fragen: "Und was willst du mit deinem Studium eigentlich machen?" - Hier meine Gedanken dazu, wie ihr antworten könnt, wenn ihr mit dieser Frage schon mal ähnlich überfordert wart wie ich.

(Noch eine kleine aber wichtige Randbemerkung: Ihr seid niemandem (außer vielleicht euren Eltern, wenn sie euch finanzieren) Rechenschaft schuldig, warum ihr wie was und wo tut. Manche interessiert einfach, wie sich die Arbeitswelt verändert oder was aus euch wird, ohne dass sie eine krasse Antwort erwarten - letztes Jahr war es sogar Thema des Wissenschaftsjahres - 'Arbeitswelten der Zukunft'.)

 

1. Jemand fragt BEVOR das Studium beginnt:
Wenn man da schon weiß, was man will, empfehle ich, am besten einfach darüber zu reden, egal ob ihr eine 100%ige Chance habt oder nicht, dass es auch was wird. Das sollte natürlich nicht zu verbissen sein, aber vielleicht kennt derjenige, dem ihr es erzählt, jemanden, der jemanden kennt, der sowas ähnliches macht ...- ihr wisst was ich meine: Connections! Für alle Anderen, die es noch nicht wissen ( also fast alle) ist 'Interesse' immer ein gutes Stichwort. Vielleicht nennt ihr auch den Studienstandort als Ausgangskriterium für eure Entscheidung oder gebt zu bedenken, dass die Uniwelt ja so völlig anders ist als die der Schule und ihr sicher seid, dass sich im Studium ganz neue Wege aufzeigen werden, die ihr so vielleicht noch gar nicht entdecken konntet.


2. Jemand fragt WÄHREND des Studiums:

Ihr wisst immernoch genau, was ihr wollt, dann gilt: Spezifische Fragen in den entsprechenden Seminaren stellen oder dem Fragenden eine Gegenfrage stellen:' Und weißt du zufällig, wie ich das erreiche?'. Wenn nicht, dann können trotzdem Gegenfragen ein beliebtes Mittel sein, in etwa ' Weißt du wie man bei xy ein Praktikum bekommen könnte?'. In der älteren Generation kommt die Frage 'Ich probiere mich aus' zwar immer nicht so gut an, aber ich habe damit eigentlich immer gute Erfahrungen gemacht, weil man dann von den einzelnen Sachen berichten kann und so vielleicht den roten Faden darin findet, ohne schon voll krass organisiert zu sein.

3. Jemand fragt NACH dem Abschluss des Studiums:

Ein gutes Wort hierbei ist immer 'interdisziplinär' - in der neuen Arbeitswelt ist das eine gefragte Kompetenz. Und oft erreicht man diese eben nur dadurch, dass man sich umentschieden hat, oder mehrere Wege gleichzeitig verfolgt. Das kann zum Beispiel sein, indem man einen Master wählt, der nicht direkt mit dem vorherigen Bachelor zu tun hat, oder die Nebenjobs/ Praktika unterschiedlich sind. Ich kenne auch einige Kommilitonen, die nach ihrem Studium erstmal einen Freiwilligendienst machen - einerseits aus Überzeugung, etwas für die Gesellschaft zu tun, andererseits um nochmal im Studium erlerntes zu testen und die Master-Entscheidung danach auszurichten. Auch die Antwort 'Erstmal einfach irgendwas arbeiten' lässt euch nicht als 'Versager' dastehen. Viele Master, die für euch interessant sein könnten, sind berufsbegleitend und fordern vorhergegangene Arbeitserfahrung. Oder ihr arbeitet erstmal in einem völlig fachfremden Bereich, um dort den Kopf 'freizubekommen' und Kontakte zu knüpfen, die euch in Nischen bringen können, sofern ihr sie nicht vorher entdeckt habt.

Bei der Radio Potsdam Bildungswoche findet ihr hier beim Beitrag von heute auch Antworten von Hallenser StudentInnen auf genau diese Frage, die ich vor ein paar Wochen mit dem Mikrofon eingesammelt habe. Vielleicht ist ja etwas Inspiration oder Beruhigendes dabei..

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