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Jeder kann sich denken, dass die derzeitige weltweite Konjunkturschwäche und Stagnation der wirtschaftlichen Entwicklung auch an Sachsen-Anhalt nicht vorüberziehen. Und dass es Sachsen-Anhalt als eines der fünf neuen Bundesländer ohnehin nicht gerade leicht hat, sein wirtschaftliches Potenzial ungehindert zu entfalten und Investoren scharenweise ins Land zu holen. Wir wollen hier keine Augenwischerei betreiben, sondern sagen, was Sache ist.
Ballungsraum Leipzig/Halle
Und Sache ist zum Beispiel, dass Halle zu einem vergleichsweise starken Wirtschaftsraum gehört, dessen Kern die Region um Halle und Leipzig bildet und dessen Peripherie sich bis hin zu den Städten Jena, Gera und Dessau erstreckt. Dieser Wirtschaftsraum ist unter anderem geprägt durch eine sehr gute Verkehrsinfrastruktur mit den Autobahnen A9 und A14 und dem Internationalen Flughafen Leipzig/Halle, an dem sich auch das europäische Luftfrachtzentrum der DHL befindet. Ansiedlungen von BMW oder Porsche in den letzten Jahren zeigen, dass diese Region für Investoren interessant ist.
Traditionelle Chemieregion
Außerdem ist gerade der Raum um Halle, Bitterfeld und Wittenberg traditionell von der Chemieindustrie geprägt, und längst nicht alle Chemiestandorte sind der politischen Wende zum Opfer gefallen. Im Gegenteil – Dow Chemical in Schkopau (ehemals BUNA), die Total-Raffinerie (und weitere Chemieunternehmen) in Leuna, der Chemiepark Bitterfeld/Wolfen (unter anderem mit Bayer) und das SKW Piesteritz (Wittenberg) sind wichtige Wirtschaftsfaktoren und attraktive Arbeitgeber in der Region.
Neue Industrien
Es sind jedoch nicht nur die traditionellen Wirtschaftszweige, die den Süden Sachsen-Anhalts beleben, sondern auch hochinnovative Industrien. In den letzten Jahren hat sich in Thalheim bei Bitterfeld ein Standort für die Erforschung und Produktion von Solartechnik entwickelt, das so genannte Solar Valley (in Anlehnung an das amerikanische Silicon Valley). Bekanntestes Unternehmen des Solar Valley ist Q-Cells, mit 2300 Mitarbeitern inzwischen weltgrößter Produzent von Silizium-Solarzellen.
Und in Halle selbst haben sich überdurchschnittlich viele innovative Unternehmen der IT- und Medienbranche gegründet oder niedergelassen – eine attraktive Adresse für Absolventen der verschiedensten Fachrichtungen.
Gutes Pflaster für Gründer
Schließlich ist Halle auch ein ideales Pflaster für Unternehmensgründungen im akademischen Bereich. Das zeigen zum einen die Erfolge des Gründernetzwerks UNIVATIONS, zum anderen die Unterstützung durch die Existenzgründungsoffensive ego. Ego ist eine gemeinsame Initiative des Landes und der regionalen Wirtschaft und verfolgt das Ziel, den Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt durch Existenzgründungen, gerade auch von Uni-Absolventen, nachhaltig zu beleben.
Du siehst: Nach deiner akademischen Ausbildung in Halle stehst du weder vor Ruinen noch mitten in der Wüste.