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"Das Studium an der Uni Halle ist sehr angenehm." Michael Teumer, Alumnus der Soziologie

Lebenslauf

2000
Abitur in Halle, danach Zivildienst

2001–09
Soziologiestudium (Dipl.) mit Nebenfach BWL an der Uni Halle

2005
3-monatiges Praktikum bei der Schwimmsportvereiningung 70 Halle-Neustadt e.V., Geschäftsstelle

2005/06
6-monatiges Praktikum bei der Studiengruppe für Sozialforschung (Krankenhaus- und Verbändeberatung) Marquartstein am Chiemsee

seit Juni 2009
Krankenhausgesellschaft Sachsen e.V. Referent für Statistik




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Die zentrale Lage der Uni ist sehr angenehm

Michael Teumer hat sich schon immer fürs Fliegen interessiert. Bereits als Jugendlicher hat er Segelfliegen gelernt. Nach dem Abitur stand er vor der Entscheidung: Pilot werden oder Soziologie studieren. Er entschied sich für das Studium. „Ich bin auf die Idee gekommen, Soziologie zu studieren, weil es mich interessiert hat, wie die Mannschaft innerhalb des Flugzeuges funktioniert und wie der viele Verkehr im Luftraum geregelt ist.“ Er wollte also wissen, wie Akteure in Organisationen handeln. Und da er sich der Region verbunden fühlte, entschied er sich, in seiner Heimatstadt Halle zu studieren. „Wenn es das Fach hier nicht gegeben hätte, wäre ich auch woanders hingegangen.“ Doch die hallesche Soziologie hat einen guten Ruf und so blieb er hier.

Schon immer für andere engagiert

„Ich war damals im Sportverein verwurzelt und konnte so neben dem Studium weiter als Schwimm-Trainer arbeiten.“ Durch seine ehrenamtliche Tätigkeit wusste er, wie Vereine organisiert sind. Und das erleichterte ihm den Einstieg in seinen derzeitigen Job bei der Krankenhausgesellschaft Sachsen e.V. Dort arbeitet er als Referent für Statistik und analysiert Daten der sächsischen Krankenhäuser. Auf der Basis dieser Daten unterstützt die Krankenhausgesellschaft die einzelnen Häuser bei der Planung und Kalkulation. Darüber hinaus wertet Michael Teumer allgemeine politische Informationen aus und bereitet sie für die sächsischen Krankenhäuser auf. Mit 14 Kollegen betreut er etwa 80 Kliniken. „Da kommt einiges zusammen. Besonders am Jahresende haben wir viel zu tun, um die ganze Datenflut zu bewältigen.“ Wie man mit Statistiken umgeht, hat er in seinem Studium gelernt. „Hier im Verband sind die Auswertungen aber nicht so komplex, da wir sie für Nicht-Statistiker verständlich machen müssen.“ Aber auch die Art und Weise, wie man ein Problem angeht und aus welchen Perspektiven man es betrachten kann, hat er während des Studiums gelernt. „Das ist für mich eigentlich das Wichtigste, was ich mitgenommen habe. Soziologie ist hervorragend geeignet, um das mehrperspektivische Betrachten zu lernen.“

Während des Studiums Interesse für das Gesundheitswesen entdeckt

Das Studium empfand er als anspruchsvoll: „Es gab Phasen, in denen ich viel zu tun hatte, um alles zu schaffen, obwohl ich meinen Stundenplan recht frei wählen konnte.“ Damals war aber auch die Abstimmung zwischen den Instituten noch nicht so weit wie heute. Und so musste er kurz vor dem Ende des Studiums in seinem Wahlpflichtfach BWL noch einige Scheine durch Vorlesungen und Seminare nachholen. „Das Studium in Halle war trotzdem sehr angenehm", sagt er. Und inzwischen sind die Prüfungsordnungen auch eindeutig und mehr aufeinander abgestimmt.

Während seiner Studienzeit hat sich die Stadt verändert. „Die Uni hat Gebäude erworben und renoviert und viele neue gebaut. Ich fand es immer sehr komfortabel, dass Bibliotheken, Seminarräume und Hörsäle so zentral in der Stadt liegen.“ Er verließ Halle für ein Praktikum und ging nach Bayern. „Ich hätte es auch in Halle machen können. Aber ich wollte mal etwas anderes sehen.“ In der „Studiengruppe für Sozialforschung“ war Michael Teumer in einem Team, das Krankenhäuser aus volkswirtschaftlicher Sicht beraten hat. Und auch seine Abschlussarbeit hat er zum Thema „Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen – Auswirkungen auf die Sozialeinkommen“ geschrieben. Seine derzeitige Arbeit könnte also gar nicht besser zu ihm passen.

Gegen den Strom erfolgreich

Heutzutage wird allen Studenten empfohlen, ein Auslandssemester zu machen. Doch Michael Teumer hat abgewogen, welche kulturelle Erfahrungen er im Ausland machen kann und wie sehr er in seinem Umfeld verwurzelt ist. Und so entschied er sich bewusst gegen ein Auslandssemester. „Wenn man aufgeschlossen genug ist, kann man auch hier viele Erfahrungen machen“, sagt er. Er rät jedem, sich durch andere nicht beirren zu lassen und seinen eigenen Pfad zu verfolgen. „Man sollte Entscheidungen aufgrund seiner Interessen treffen.“ Bei ihm hat das funktioniert. „Da war aber viel Glück mit im Spiel.“ Seine derzeitige Arbeitsstelle war direkt nach seinem Studium ausgeschrieben und er konnte in der Region bleiben. Ursprünglich war die Stelle für einen Absolventen der BWL gedacht. Aber Michael Teumer hat sich einfach beworben und konnte sich am Ende durchsetzen.