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"Die Franckeschen Stiftungen beeindrucken mich noch heute." Jana Wiedemann, Alumna der Erziehungswissenschaften

Lebenslauf

1996
erweiterter Realschulabschluss

1996–2000
Ausbildung zur Bürokauffrau

2000–2003
Tätigkeit als Assistentin der Geschäftsleitung

2003–2006
Abitur auf dem zweiten Bildungsweg
Kolleg und Abendschule Halle-Saalkreis

2006–2007
Elternzeit

2007–2001
Studium BA 180 Erziehungswissenschaften an der Uni Halle

Diverse Gremientätigkeiten: Mitglied im Fakultätsrat, Vorsitzende des Fachschaftsrates und Sprecherin des Arbeitskreises Studieren mit Kind im Studierendenrat

Praktikum beim Institut bildung: elementar e. V.

Seit Oktober 2010
Alumni-Beauftragte der Uni Halle

berufsbegleitendes Studium MA 120 Erziehungswissenschaften:
Professionalität und Bildungsforschung,
Schwerpunkt: Organisationsformen und strukturelle Bedingungen




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Halle – eine Stadt mit vielen Juwelen

Jana Wiedemann entschied sich erst mit 29 Jahren für ein Studium. Nach dem Realschulabschluss lernte sie Bürokauffrau und arbeitete danach einige Jahre bei einem privaten Bildungsträger. „Ich wollte noch eine erziehungswissenschaftliche Ausbildung anhängen, weil ich gerne mit Menschen zusammenarbeite und mich für gesellschaftstheoretische Zusammenhänge interessiere“, erzählt sie. Also hat sie nach drei Jahren auf dem Kolleg ihr Abitur nachgeholt und sich dann in Halle für Erziehungswissenschaften eingeschrieben. Jana Wiedemanns Studium wurde durch einen ganz besonderen Umstand geprägt: Ihre Tochter war zum Zeitpunkt der Einschreibung ein Jahr alt. Da war während des Studiums natürlich eine gute Organisation gefragt. Besonders während der Prüfungszeiten war es mit Kind nicht einfach. „Ich hatte mir das Studentenleben aber auch anders vorgestellt. Meine Freunde konnten sich ihre Zeit damals selber einteilen. Das ist während des Bachelors leider nicht mehr so möglich“, erinnert sich Jana Wiedemann. Sie gehörte zum ersten Bachelorjahrgang im Fach Erziehungswissenschaften. Diese Umstellung war sowohl für die Studenten als auch für die Dozenten nicht ganz einfach. „Heute sind die Kinderkrankheiten aber ausgemerzt“, sagt sie.

Praxis sollte im Studium nicht fehlen

Während ihres Studiums war sie zudem studentische Hilfskraft. Zunächst in ihrem Fachbereich, wo sie Tutorien hielt, und später im Rektorat. Außerdem hat Jana Wiedemann ein Praktikum einer Forschungseinrichtung für frühkindliche Bildung absolviert und bei der Evaluation von Kitas in Aschersleben geholfen. Dort wollte man Näheres über alternative Bildungsmöglichkeiten erfahren. „Ich konnte in dieser Zeit recht selbstständig arbeiten, was mir sehr gefallen hat“, erzählt sie. Sie rät jedem, sich auch außerhalb des Studiums mit seinem Umfeld zu beschäftigen: „Man sollte sich mit dem universitären, politischen und gesellschaftlichen Geschehen auseinandersetzen. Studenten sollten nicht nur aufs Blatt gucken, sondern die drei Jahre intensiv nutzen.“

In Halle übersehen einen die Dozenten nicht

Jana Wiedemann hat sich für ein Studium in ihrer Heimatstadt entschieden. Und das lag nicht nur daran, dass ihre Tochter hier bereits einen Kita-Platz hatte. „Halle hat viele Juwelen, die noch nicht alle geborgen sind", sagt sie. Während des Studiums hat sie weitere Orte in der Stadt entdeckt, die sie vorher kaum kannte. „Besonders beeindruckt haben mich die Franckeschen Stiftungen.“ Hier hat Jana Wiedemann auch studiert. Während ihres Studiums hat sie viele Erfahrungen gemacht, die für sie wegweisend waren. Ein Dozent hat ihr Studium besonders gefördert. „Er ist für meine besondere Beziehung zur Uni Halle verantwortlich und hat mir gezeigt, dass man an dieser Uni gesehen wird.“ 

Der Master muss her

Ursprünglich wollte Jana Wiedemann sich auf Erwachsenenbildung fokussieren. Aber das war im Bachelor-Studium nicht möglich. Deshalb macht sie seit 2010 ihren Master auf diesem Gebiet. „Während des Bachelors haben mich die organisationstheoretischen und rechtlichen Bedingungen von Non-Profit-Organisationen besonders interessiert“, erklärt sie. Daher ist ihr derzeitiger Beruf auch sehr passend: Sie ist die Alumni-Beauftragte an der Uni Halle. In dieser Funktion entwickelt sie, in Zusammenarbeit mit den fachbezogenen Alumni-Programmen, eine Gesamtstrategie für die Ehemaligen-Arbeit an der Martin-Luther-Universität.