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Ich habe mich schon immer für Natur, Tiere und Pflanzen interessiert. Außerdem arbeitet meine Mutter am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben. Was liegt da näher, als Biologie zu studieren? Klare Sache, könnte man denken. Ganz so war es dann aber doch nicht. Nach dem Abitur habe ich erst einmal eine Ausbildung zur Sozialversicherungsangestellten begonnen. Ich wollte einfach Geld verdienen, habe aber schnell gemerkt, dass so ein Bürojob doch nichts für mich ist. Danach habe ich ein Jahr lang ein Praktikum in einer Tierarztpraxis gemacht.
Die Dozenten sind immer erreichbar
Ich habe mich in Halle für Biologie beworben, weil die Uni einen guten Ruf in diesem Fach hat. Inzwischen weiß ich, dass dieser Ruf gerechtfertigt ist, denn das Studium ist gut organisiert und die Professoren und Mitarbeiter sind sehr hilfsbereit. Klar geht auch hier mal was schief, aber an welcher Uni ist das nicht so? Meistens funktioniert aber alles sehr gut: Im letzten Semester hatte ich zum Beispiel ein Enzymkinetik-Praktikum, das wirklich toll war. Die Betreuer waren bis abends um zehn Uhr für uns da und wir konnten sie auch jederzeit anrufen, wenn wir etwas nicht verstanden haben. Ich glaube, dass es das wiederum nicht an jeder Uni gibt. Das Bio-Studium ist schon sehr anspruchsvoll und man muss viel lernen. Aber wer immer dran bleibt, der kann es auch schaffen, da bin ich mir sicher.
Hier lernt man schnell neue Leute kennen
Das Schöne am Studium ist, dass man immer neue Sachen erlebt und neue Dinge kennenlernt. Im vergangenen Sommer habe ich zum Beispiel einen Kurs über die „Methoden der Unterwasserforschung“ auf Elba besucht. Seitdem weiß ich, dass ich Meeresbiologin werden will. Das geht zwar nicht in Halle, aber die Tauchkurse kann man hier schon einmal machen. Überhaupt ist das Angebot am Unisportzentrum wirklich außergewöhnlich. Ich werde dort jetzt Bogenschießen lernen – darauf freue ich mich schon. In diesem Semester habe ich einen Aerobic-Kurs besucht. Beim Sport lernt man ja auch viele Leute kennen. Das ist gut für diejenigen, die so wie ich neu in Halle sind.
Und reiten kann man auch
Neben dem Studium, dem Tauchen und dem Sport bleibt mir sogar noch Zeit zum Reiten. Ich habe zwar kein eigenes Pferd, das macht aber nichts. Eine Reitbeteiligung reicht ja auch. Und mit Soraya, der Stute, mit der ich seit einem Jahr reite, verstehe ich mich jetzt schon sehr gut. Im Winter sind wir immer in der Halle geritten. Wenn es jetzt wieder wärmer wird, dann werden wir die Umgebung von Halle erkunden – zum Beispiel die Dölauer Heide. Das ist ein großer Wald, der direkt an die Stadt anschließt.
In Halle ist immer was los
Aber auch sonst ist das Kennenlernen überhaupt kein Problem: In der Mensa, in der Bibliothek, im Computerpool – überall habe ich schon nette Leute getroffen. Und der Vorteil an Halle ist, dass man sich immer wieder trifft. Halle ist eben nicht so riesig. In einer Stadt wie Hamburg, München oder Berlin ist das nicht so. Dort könnte ich nicht leben. Aber langweilen muss sich hier trotzdem niemand. Die Kneipenszene ist schon fast legendär. Ich gehe am liebsten ins N8. Das liegt mitten im Zentrum und das Essen schmeckt lecker. Und noch zwei Dinge sind gut an Halle: Man findet schnell eine Wohnung und man kommt mit dem Fahrrad überall hin.