Inhaltsbereich
Ich wollte eigentlich Lehrerin für Mathe und Physik werden. Das lag nahe, weil mir diese beiden Fächer in der Schule Spaß gemacht haben und mir der Umgang mit Kindern und Jugendlichen gefällt. Aber dann habe ich auf dem Hochschulinformationstag vom Studiengang Medizinische Physik gehört und war gleich sehr begeistert davon.
Ein Studium zwischen Physik und Medizin
Das interessante an diesem Studium ist, dass es neben den klassischen naturwissenschaftlichen Gebieten auch um die Funktion des menschlichen Körpers geht. Wir haben Anatomie, Biochemie, Physiologie und all diese Dinge, die man auch als Medizinstudent lernen muss. Allerdings sind manche Kurse speziell auf uns Naturwissenschaftler ausgerichtet. In Anatomie zum Beispiel mussten wir nicht direkt mit Leichen arbeiten. Darüber war ich schon froh, weil ich glaube, dass mir das nicht leicht gefallen wäre.
Die Profs sind sehr hilfsbereit
Die Atmosphäre beim Studium ist sehr angenehm und entspannt. Wir sind hier nicht so viele und deshalb kennt man recht schnell fast alle Kommilitonen. Die Professoren geben sich sehr viel Mühe mit uns und versuchen, alles ganz genau zu erklären und auf unsere Fragen einzugehen. In Vorlesungen ist es eigentlich nicht üblich, dass man Fragen stellt. Bei uns aber schon. Die Professoren fordern uns direkt dazu auf und wollen immer gleich wissen, wenn jemand etwas nicht verstanden hat.
Trotzdem ist es eher ein anspruchsvolles Studium. Man muss schon sehr viel lernen. Mathe ist richtig schwer. Ich war in der Schule sehr gut in Mathe, aber hier im Studium ist das Niveau wirklich noch einmal ganz anders.
Studieren in Halle lohnt sich
Ich studiere übrigens nicht deshalb in Halle, nur weil ich aus Halle komme. Ich habe mich auch in Jena und Heidelberg umgesehen, weil ich mir das Leben in einer anderen Stadt sehr gut vorstellen konnte. Aber dann habe ich vom Studiengang Medizinische Physik erfahren, und den gibt es nur hier und in Düsseldorf. Also bin ich hier geblieben. Und es hat sich gelohnt. Denn die Uni ist wirklich schön. Unser Institut zieht demnächst in ein völlig neu renoviertes Gebäude auf den Campus der Naturwissenschaften. Darauf freuen sich schon alle.
Hier findet man schnell ein WG-Zimmer
Aber es ist ja auch nicht nur die Uni, die den Reiz von Halle ausmacht. Gleich in der Nähe meiner Wohnung gibt es einen großen Park – die Peißnitz. Dort gehe ich joggen, mit Freunden grillen oder liege manchmal einfach so auf der Wiese und genieße die Sonne. Und wohnen kann man auch sehr schön hier. Ich habe meine Wohnung schnell übers Internet gefunden. Sie liegt in der Nähe der Innenstadt und hat sogar einen Balkon. Viele Kommilitonen wohnen auch in WGs, da bekommt man immer sehr schnell ein Zimmer. Das ist zwar nichts für mich, weil ich lieber meine eigene Wohnung habe, aber wer gern mit mehreren Leuten zusammenwohnt, der ist gut aufgehoben in Halle.
Wenn ich abends Zeit habe, gehe ich oft in eines der vielen Programmkinos, die wir hier haben. Dort laufen immer richtig schöne Filme. Mein Lieblingscafé ist der Rote Horizont in der Kleinen Ulrichstraße. Dort gibt es eine sensationell gute heiße Schokolade. Die schmeckt wie flüssiger Pudding. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.
Nach dem Bachelor will ich auf jeden Fall noch den Master machen. Ich kann mir gut vorstellen, dafür auch ein, zwei Semester ins Ausland zu gehen. In der 11. Klasse war ich schon einmal ein Jahr in Wales, das hat mir gut gefallen. Nach dem Master findet man mit diesem Studium auf jeden Fall schnell einen interessanten Arbeitsplatz. Wir sind sehr gesucht.