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Buch ist nicht gleich Buch – Lesen ist nicht gleich lesen!

Ich sagte schon, dass Bücher für mein Studium wichtig sind. Jedoch: man lernt schon in der neunten Klasse, dass man von Büchern nicht als „Bücher“ spricht. Zunächst unterscheidet man zwischen Primärliteratur und Sekundärliteratur. Wie die Wörter schon sagen, ist die Primärliteratur diejenige, um die es eigentlich geht, während die Sekundärliteratur versucht, erstere zu erklären. Man hat in der Literaturwissenschaft also meistens ein literarisches Werk, das man analysieren möchte oder an das man eine spezielle Frage stellt. Natürlich liest man zunächst das Hauptwerk ganz genau und bildet eigene Gedanken dazu. Im Anschluss daran stellt man sich eine Bibliographie aus für das Thema relevanten Sekundärwerken zusammen.

Und dann hat man einen Berg Bücher vor sich liegen! Und auch wenn man Tag und Nacht liest, nicht mehr aus dem Haus geht, mit niemandem mehr spricht und höchstens zwischendurch mal den Wasserkocher anschmeißt, kann man diesen Berg kaum erklimmen und gleichzeitig etwas davon im Kopf behalten. Man fertigt also Exzerpte, Konspekte, Resümees mit Zitaten und eigenen Schlussfolgerungen an und lernt nach und nach, diese Ergebnisse zu sortieren und weiter zu verwerten. Auf jeden Fall aber hat man von da an IMMER einen Stift in der Hand, wenn man liest, fast automatisch.