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Klappe zu … uuund Action

 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trafen sich das Bild und der Ton. Sie wurden aufeinander aufmerksam, lernten sich langsam kennen und verliebten sich schließlich ineinander. Seit der Verschmelzung von Bild und Ton zu einem Gesamtkunstwerk hat sich der Tonfilm in unseren Sehgewohnheiten etabliert. Im Laufe unseres langen Zuschauerlebens sind wir sehr sensibel im Umgang mit der Nutzung des Mediums geworden. Und so bemerkt jeder von uns sofort, wenn etwas nicht stimmt. Da kommt es vor, dass es einen Unfall gibt und der Ton des Zusammenpralls erst Sekunden später zu hören ist. Ganz klar: Hier ist was falsch gelaufen. Der Bild und das Ton sind asynchron und verwirren uns somit beim Zuschauen. Was so mancher Künstler als Stilmittel verwendet, ist für den normalen Fernsehzuschauer der blanke Horror.

Damit solche Fehler nicht passieren, hat man ein einfaches aber wirkungsvolles Gerät entwickelt: Eine Filmklappe. Selbst wer keinen Fernseher hat, kennt das schwarze Holzbrett auf dem mit weißer Kreide gekritzelt wurde. Aber wozu braucht man das eigentlich? Hobbyfilmer kommen mit ihren Amateurgeräten auch ohne Filmklappen aus. Beim Camcorder zeichnet das Gerät sowohl das Bild als auch den Ton auf. Aber bei den Dreharbeiten zu einem Fernseh- oder Kinofilm werden das Bild von der Kamera und der Ton von einem anderen Gerät aufgezeichnet. Damit sich die beiden wieder zusammenfinden, verwendet man die Filmklappe (Clapperboard). Sie dient der Abstimmung von Bild und Ton. Wird der bewegbare Oberbalken der Klappe zugeschlagen, kann man das deutlich hören und sehen. Im Schnittraum kann so ein gemeinsamer Startpunkt ermittelt werden.

Es gibt mittlerweile unterschiedliche Arten von Clapperboards. Neben der klassischen Holzvariante, gibt es beispielsweise Plexisglas-Klappen, die mit einem Filzstift beschrieben werden können. Aber auch digitale Time-Code-Klappen, bei der die gefilmte Zeit angezeigt wird, ermöglichen eine Synchronisation von Bild und Ton. Auf der Tafel findet man übrigens neben Angaben zu Einstellung (Take), Szene (Scene) und Nummer der Wiederholungen (No.) auch den Namen des Regisseurs und des Kameramanns.