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Ich habe mich an vielen Unis für das Studium beworben. In Heidelberg, München, Frankfurt an der Oder und Göttingen. Aber zum Teil haben mir die Städte nicht gefallen und manchmal die Unis nicht. Und ich finde Halle einfach sehr schön. Deshalb bin ich schließlich doch hier geblieben. Außerdem war ich nach dem Abi ein Jahr in Australien und fand es danach auch zu Hause wieder sehr interessant.
Halle hat viele ruhige Ecken
Ich habe Halle ganz neu wahrgenommen und Dinge entdeckt, die mir vorher gar nicht so aufgefallen sind. Ich bin zum ersten Mal auf die Hausmannstürme am Marktplatz gestiegen und habe den Blick über die Stadt genossen. Ich bin ins Museum in die Moritzburg und hoch zur Burg Giebichstein. Dort ganz in der Nähe, an der Saale, wohne ich jetzt auch. Und wo gibt es das schon, dass man sich als Studentin eine Wohnung direkt am Fluss leisten kann?
Ich mag auch das Nachtleben in Halle sehr. Es ist überhaupt kein Problem, bis zum Morgen gute Unterhaltung zu finden. Zum Beispiel im Objekt5. Dort spielen zwei bis drei Mal pro Woche Bands aus allen Teilen der Welt. Für meist nicht mehr als 10 Euro Eintritt. Das ist schon gut. Gut ist auch, dass man hier niemals alleine ist. Ok, das kann einem natürlich auch mal auf die Nerven gehen, wenn man dauernd Leute trifft, die man kennt. Aber das Schöne ist eben, dass man auch schnell dorthin kommt, wo einen niemand stört. Kleine Parks und ruhige Ecken auf der Peißnitz gibt es nämlich auch ganz viele.
In Halle sind irgendwie alle miteinander vernetzt. Es ist deshalb kein Wunder, dass sich jetzt eine Flashmob-Bewegung entwickelt hat, die sehr aktiv ist. Wann immer ich von einer Aktion erfahre, gehe ich hin. Das macht richtig Spaß.
Das Studium der Wirtschaftswissenschaften ist international
Wer in Halle Wirtschaftswissenschaften studiert, der ist von Anfang an auch international vernetzt. Es gibt viele Möglichkeiten, im Ausland zu studieren oder Auslandspraktika zu machen. Hier studieren auch viele Studenten aus der ganzen Welt. Das schafft eine offene und angenehme Atmosphäre. Die Wirtschaftswissenschaften sind natürlich ein sehr beliebter Studiengang. In den Vorlesungen sitzen immer ein paar Hundert Leute. Trotzdem versuchen die meisten Profs, zu den Studenten direkten Kontakt herzustellen. Professor Pies zum Beispiel sucht immer den Dialog, versucht die Studenten dazu zu bewegen, Fragen zu stellen, und stellt selbst Fragen, über die wir dann abstimmen können. Einfach ist das nicht bei so vielen Studenten, aber meistens hat er Erfolg und seine Vorlesung wird dadurch sehr interessant.
Wirtschaftswissenschaften studiere ich, weil man hier ein breites Wissen vermittelt bekommt. Das wird mir später bestimmt helfen, eigene Ideen umzusetzen. Ich kann mir nämlich überhaupt nicht vorstellen, irgendwo angestellt zu sein. Acht Stunden am Tag im Büro und dann nach Hause. Das ist nichts für mich.
Als Tutorin helfe ich den Neuen
Mein zweites Fach ist Soziologie, das passt sehr gut zu Wirtschaftswissenschaften, weil wir da alles über Statistik und empirische Sozialforschung lernen. Bei den Soziologen arbeite ich auch als Tutorin. Ich versuche den ganz neuen Studenten zu helfen und ihnen Sachen zu erklären, wenn sie in der Vorlesung und Übung etwas nicht verstanden haben.
Nach dem BA-Abschluss werde ich auf jeden Fall noch weitermachen. Vielleicht einen Master in Soziologie. Ganz genau weiß ich das aber noch nicht.