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Ich komme aus Röblingen am See, das ist nicht weit von Halle entfernt. Nach dem Abi bin ich nach Leipzig gegangen, um eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau bei Karstadt zu machen. Ich wollte gleich Geld verdienen, nach der Ausbildung BWL studieren und dann vielleicht irgendwann einmal einen eigenen Laden aufmachen. Daraus ist nichts geworden, weil ich während der Ausbildung gemerkt habe, dass das wirtschaftliche, karriereorientierte Umfeld nichts für mich ist.
Jugendlichen helfen, ihren Platz im Leben zu finden
Ich wollte mich viel mehr gesellschaftlich engagieren. Und deshalb habe ich mich dafür entschieden, Lehramt für Sekundarschulen zu studieren. Klar ist das eine besonders schwierige Schulform, aber gerade das hat mich gereizt. Ich möchte denjenigen helfen, die allzu leicht an den Rand gedrängt werden, in der Welt Fuß zu fassen. Ich möchte meinen Schülern zeigen, dass jeder eine Chance hat, weil jeder irgendetwas kann. Viele haben ihre Talente nur noch nicht entdeckt oder sie sind einfach nur mutlos geworden. Ich habe schon einige Schulpraktische Übungen – das ist Unterricht mit Anleitung – gemacht. In den Klassen saßen viele Schülerinnen und Schüler, die im Allgemeinen als schwierig eingeschätzt werden. Aber ich hatte nie irgendwelche Probleme, und das hat mir gezeigt, dass ich das Richtige studiere.
Hier geht es sehr familiär zu
Warum ich in Halle studiere? Ich hatte gehört, dass die Betreuung der Lehramtsstudenten sehr gut ist, die Stadt hat mir gefallen und ich kannte schon ein paar Leute hier. Ich studiere Geschichte und Geographie. Auch wenn immer gesagt wird, dass das eine ungünstige Kombination ist, würde ich sie wieder so wählen – ganz einfach deshalb, weil mich beide Fächer interessieren. Geschichte macht Spaß, weil man die Themen, mit denen man sich beschäftigen möchte, recht frei wählen kann. Und Geographie macht Spaß, weil die Betreuung super ist. Allerdings hat man in diesem Fach einen festen Stundenplan und kaum Freiheiten. Aber dafür geht es sehr familiär zu. Die Professoren und Mitarbeiter kennen die Studenten und sie haben immer ein offenes Ohr für Fragen und Probleme.
Halle hat alles, was man braucht
Das Tolle an Halle ist, dass sehr viele der Unigebäude an den schönen Orten in der Stadt stehen – in den Franckeschen Stiftungen, am Botanischen Garten oder am Rand der Dölauer Heide. Das Studium sollte ja nicht nur aus Lernen bestehen. Gerade deshalb ist es mir wichtig, auch in einer angenehmen Atmosphäre und Umgebung zu leben. Halle bietet da eine ganze Menge, denn die Stadt ist sehr vielseitig und abwechslungsreich: Hier gibt es große und kleine Parkanlagen, malerische Gassen, viele Seen in der Umgebung, an denen man baden und grillen kann. Das Nachtleben in Halle ist typisch für eine Uni-Stadt. Irgendwo ist immer was los. Ich gehe am liebsten ins Enchilada, die Cocktails dort sind wirklich gut und nicht teuer. Außerdem sind immer viele Leute da, die ich kenne.