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Ich habe im Zweig Gesundheit und Soziales Abitur gemacht. Im Laufe der elften Klasse wurde dann mein Wunsch, Medizin zu studieren, immer konkreter. Ich möchte gern reisen und die Welt sehen und ich möchte Menschen helfen. Ich denke, dass ich dafür als Ärztin die besten Voraussetzungen habe. Die Arbeit von „Ärzte ohne Grenzen“ hat mich beispielsweise schon immer fasziniert. Dort oder irgendwo anders in der Entwicklungshilfe würde ich später gern tätig sein. Für Ärzte gibt es immer Möglichkeiten, auch für ein oder zwei Monate pro Jahr im Ausland zu arbeiten. Darauf bereite ich mich schon länger vor. In der Schule habe ich Spanisch gelernt. Mein Pflegepraktikum habe ich in einem bolivianischen Krankenhaus gemacht und später dann noch ein Semester in Barcelona studiert.
Ich möchte Fachärztin für Onkologie und Hämatologie werden. Und noch etwas steht fest: Ich will auf jeden Fall in einer Klinik arbeiten. Das ist zwar sehr anspruchsvoll, aber man hat dort zumindest geregelte Arbeitszeiten, was bei niedergelassenen Ärzten nur selten der Fall ist. Freizeit und Familie sind mir wichtig, darauf will ich nicht verzichten.
Stadt und Uni übersichtlich
Zugegeben, Halle stand auf meiner Wunschliste nicht ganz oben. Ich wollte eigentlich nach Greifswald, weil ich sehr gern Wassersport treibe. Auf keinen Fall wollte ich aber in eine große Stadt. München oder Berlin wären gar nicht in Frage gekommen. Schließlich ist es dann Halle geworden und das ist auch toll. Denn Halle ist eine echte Kulturstadt. Hier gibt es fünf Theater, viele Kinos und jede Menge Konzerte. Im Sommer wird sogar auf dem Uniplatz Romeo und Julia gespielt. Und Halle wächst einem schnell ans Herz, weil man schnell viele neue Leute kennenlernt – und zwar nicht nur Mediziner. Dadurch, dass die Uni-Institute alle nahe beieinander liegen, trifft man ganz automatisch immer wieder Kommilitonen aus anderen Fächern.
Genauso wie die Stadt ist auch die Uni sehr übersichtlich. Man lernt die Professoren schnell kennen. Hier ist man nicht einfach nur eine Nummer. Dass die Atmosphäre so gut ist, liegt sicher auch am Engagement der Studenten. Ich habe selbst über ein Jahr in der Fachschaft mitgearbeitet, mich um die Erstsemester gekümmert, Veranstaltungen organisiert und mich daran beteiligt, Vorschläge zur Verbesserung der Lehre zu erstellen. Ja und dann gibt es natürlich noch die legendären Partys der Mediziner. Auch die werden selbstverständlich alle von den Studenten selbst organisiert.
Ideal für Sport und Freizeit
Halle ist eine Fahrradstadt. Man kommt überall schnell hin mit dem Rad. In kaum mehr als einer Viertelstunde kann man alle wichtigen Orte erreichen. Überhaupt ist Halle auch eine Sportstadt. Das Unisportzentrum hat unglaublich viele Angebote. Ich habe dort schon Volleyball gespielt, Salsa getanzt, einen Selbstverteidigungskurs gemacht und vor kurzem Gesellschaftstanz belegt. Außerdem gibt es rund um Halle sehr viele Seen, in denen man schwimmen kann. Und auch die sind mit dem Rad leicht zu erreichen.
Abends ist in Halle sowieso viel los: Salsa in der Palette, Indie-Rock im Drushba oder Tanzen im Turm – egal worauf man steht, die Auswahl ist riesig. Und dabei habe ich noch gar nichts von den vielen Cafés und Bars in der Kleinen Ulrichstraße erzählt, die eigentlich alle zumindest einen Besuch wert sind.