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Mein Weg zur Ernährungswissenschaft war nicht sehr geradlinig. Ich habe nach dem Abi zuerst Nachrichtentechnik in Leipzig studiert, dann aber schnell gemerkt, dass das nicht so mein Ding ist. Ich habe eher eine soziale Ader und gehe gern mit Menschen um. Außerdem hat mich der Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit interessiert. Deshalb habe ich mit der Nachrichtentechnik aufgehört und eine Ausbildung zum Diätassistenten gemacht. Schnell war mir klar, dass ich diesmal das Richtige gewählt hatte. Nach dem Abschluss der Ausbildung wollte ich mich weiterqualifizieren und mehr zu diesem Thema lernen. Das Studium der Ernährungswissenschaften bietet dafür natürlich die besten Voraussetzungen.
Halle hat Charme
In Halle wollte ich studieren, weil ich die Stadt schon kannte. Ein Freund von mir hat hier studiert. Während meiner Ausbildung habe ich ihn oft besucht und bei diesen Gelegenheiten schon viel vom Leben in einer Uni-Stadt mitbekommen. Außerdem hat die Stadt Charme: Es gibt viele alte Häuser, im Sommer ist alles grün und die Peißnitz – eine riesige Parklandschaft mit großen Wiesen direkt an der Saale – liegt mitten in der Stadt. Außerdem sind die Mieten für Studenten sehr günstig. Ich wohne in einer Zweier-WG in der Nähe der Franckeschen Stiftungen und zahle 180 Euro mit allem drum und dran. Allerdings musste ich eine Weile suchen. Insgesamt habe ich mir 40 WGs angeschaut, ehe ich eine passende gefunden habe. Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Ich wäre auch gern ins Wohnheim gezogen, aber da war ich mit meiner Bewerbung etwas zu spät dran.
Gefeiert wird meist im Bauernclub
Weil sich die Studenten aus den höheren Semestern am Anfang des Studiums gleich um jeden kümmern, lernt man auch sofort neue Leute kennen. Der Stadtrundgang für die Erstsemester und die Feier dann am Abend im Bauernclub – das ist die Kneipe, in der sich die meisten Studenten der Agrar- und Ernährungswissenschaften treffen – sind bestens geeignet, um neue Freunde kennenzulernen. Klar, dass auch feiern zum Studentenleben gehört, allerdings verbringt man die meiste Zeit in der Uni und beim Lernen. Denn Ernährungswissenschaft ist ein schweres Studium. Im ersten Semester hatte ich fünf Prüfungen. Das war ganz schön hart. Vor allem die Chemieprüfung hatte es in sich. Aber zum Glück habe ich alle gut bestanden.
Das Studium ist praxisnah
Die Profs, die ich bisher kennengelernt habe, waren alle fair und haben sich richtig intensiv um uns gekümmert. Es gibt neben den normalen Vorlesungen auch viele Tutorien, in denen man den Stoff anhand von Übungsaufgaben gut lernen kann. Das Gute an diesem Studium ist, dass man neben der Theorie immer wieder praktische Sachen macht. Zum Beispiel die Apfelverkostung im Bauernclub mit Doktor Hinz. Das ist echt ein Erlebnis und jeder ist dort gern gesehen. Ich hätte nicht gedacht, dass es bei Äpfeln so viele verschiedene Geschmacksrichtungen gibt.
In Halle ist immer was los
Wenn ich einmal nicht lernen muss, dann gehe ich gern ins LaBim zum Kickern oder ins Uni-Kino im Audimax am Uniplatz. Für zwei Euro werden dort viele gute Filme gezeigt – sowohl Klassiker als auch Neuerscheinungen. Wenn große Fußballspiele kommen, dann gucke ich mir die mit Freunden zusammen meistens im Brauhaus in der Innenstadt an. Ich gehe auch gern joggen. Auch das ist in Halle kein Problem. Von meiner Wohnung zur Rabeninsel – einem richtig guten Freizeit- und Sportgebiet an der Saale – sind es nur wenige Minuten zu Fuß.
Auf jeden Fall werde ich noch ein Masterstudium machen – und das auf jeden Fall auch in Halle. Später will ich einmal in der Lebensmittelindustrie arbeiten und dabei helfen, diätetische Lebensmittel zu entwickeln. Denn den Zusammenhang zwischen Krankheit und Ernährung finde ich immer noch sehr spannend.