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Auf dem Hochschulinformationstag kannst du dich bei Professoren und Studenten über die Studiengänge der Uni Halle informieren.




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Wie finde ich einen geeigneten Studiengang für mich?

Selbst wenn die Frage nach dem Ob geklärt ist, gibt es immer noch die nach dem Was. Was soll ich studieren? Etwas Technisches, Naturwissenschaftliches oder Sozialwissenschaftliches? Möglicherweise hast du ja klare Vorstellungen, welchen Beruf du einmal ergreifen möchtest – Arzt zum Beispiel, Anwalt, Programmierer oder Maschinenbauingenieur. Doch dass Jugendliche bereits in der Schule ganz genau wissen, welches Studienfach sie später absolvieren möchten, ist eher selten. Und hier einen individuellen Rat zu geben, ist kaum möglich. Wichtig ist jedoch, dass du dich vor der Entscheidung für eine Studienrichtung erkundigst und dir über deine Interessen, Stärken und Schwächen im Klaren bist. Daher haben wir hier ein paar Informationsmöglichkeiten zusammengestellt, die uns bei der Suche nach der richtigen Studienwahl weitergeholfen haben.

Julia Arnold war bei der Studienberatung im BIZ

Das Berufsinformationszentrum (BIZ) ist ein Angebot der Agentur für Arbeit. Dort kann man sich über Fragen zu Ausbildung, Berufswahl und Studium informieren. Ein Besuch des BIZ wurde uns von der Schule empfohlen. Und da ich nicht genau wusste, was ich studieren soll, nahm ich das Angebot wahr. Die Beraterin empfahl mir ein Lehramtsstudium, was für mich nicht in Frage kam, und eben Ernährungswissenschaften. Durch mein vielseitiges Interesse kam mir der Vorschlag sehr entgegen, da der Studiengang interdisziplinär angelegt ist. Das BIZ ist auf jeden Fall zu empfehlen, da es viele Berufe und Studiengänge gibt, von denen man nichts weiß, die aber sehr interessant sind. Trotzdem sollte man darauf achten, dass die Vorschläge von den BIZ-Mitarbeitern auch zu den eigenen Interessen passen.

Ramona entdeckte ihr Interesse an Jura durch ein Praktikum

Ich wollte mir absolut sicher sein, dass ich nicht den falschen Beruf wähle und beschloss daher, mir einige genau anzuschauen: Zunächst war ich an einer Grundschule, dann beim Leichtweiß Institut – in der Abteilung für Hydromechanik und Küsteningenieurwesen, danach beim Theater: in der Maske, in der Kostümschneiderei und bei der Statisterie. Ich nannte es Berufsfindungspraktika machen. Es war echt toll und die Zeit verging wie im Fluge. Nach dem Theater wollte ich einen Blick in das von mir höchstgeschätzte, aber auch meistgefürchtete Berufsbild werfen: die Rechtswissenschaften. Mit einem Praktikum beim Landgericht Braunschweig wollte ich meine Praktikumsserie krönen. Aber ich war zu diesem Zeitpunkt keine Schülerin mehr und auch noch keine Studentin, sodass ich vom Gericht als Praktikantin nicht zugelassen wurde.

Zum Glück traf ich vor dem Gerichtsgebäude einen ehemaligen Mitschüler, der mir einen Anwalt empfahl, bei dem ich ein Praktikum machen konnte. Ich rief in seiner Kanzlei an und durfte gleich am Folgetag anfangen. Während des Praktikums dort merkte ich, dass Jura richtig spannend ist: Ich fuhr mit zu Verhandlungen, schaute dem Anwalt beim Vorbereiten der Akten über die Schulter und durfte fragen, fragen und nochmals fragen. Und ich bekam klare Antworten, aber diese führten mich zu immer neuen Fragen. Ich merkte, dass Jura ein Schienennetz war, mit unendlich vielen Möglichkeiten. Mit der Wahl des Praktikums war ich bereits auf einen Zug aufgesprungen, ich sah die vielen Verzweigungen der Gleise bereits vor mir und ich wollte unbedingt weiterfahren.

Juliane entschied sich beim Hochschulinformationstag

Wir konnten damals von der Schule aus zum HIT gehen. Und das habe ich natürlich genutzt. Da ich ursprünglich Mathe und Physik auf Lehramt studieren wollte, habe ich mir die Stände der beiden Fächer angeguckt. Später gab es dann noch eine Infoveranstaltung der Physik über die verschiedenen Studiengänge. Da wurde dann auch die medizinische Physik vorgestellt. Ich fand das unglaublich interessant, da es dort nicht das klassische Nebenfach Informatik, Chemie oder Mathematik gab, sondern Medizin. Auch die Möglichkeiten nach dem Studium klangen spannend und sehr vielseitig. Nach der Veranstaltung habe ich mir dann einen Flyer mitgenommen.

Der HIT hat mich damals in meinem Entschluss, in Halle zu bleiben, nur bestätigt. Ich habe mich dann später für Lehramt Mathe/Physik und medizinische Physik beworben und für Mathe keine Zusage bekommen, dafür aber für medizinische Physik. Und darüber bin ich im Nachhinein sehr froh und glücklich. Den HIT würde ich jedem empfehlen, da man dort einige seiner zukünftigen Dozenten und auch einige Studenten trifft, die einem vom Studienalltag berichten können. Und man kann auch ganz direkt Fragen stellen.

Franziska las Infobroschüren und fragte bei Freunden nach

In der Schule fand ich den Geo-Unterricht furchtbar blöd, und als man in der Oberstufe endlich entscheiden konnte, welche Fächer man nicht bis zum Abitur machen wollte, stand für mich ohne Diskussion fest, dass Geo das erste Fach sein würde, das ich abwähle. Ähnlich stand die Sache dann auch nach der Schule. Die diversen Informationsbroschüren, die den hilflosen Abiturienten bei der Findung nach den innersten Berufswünschen tatkräftig unterstützen sollten, halfen mir insofern weiter, als dass sie mir erklärten, dass ich für durchaus interessante Sachen wie Mineralogie immer zunächst einen geowissenschaftlichen Studiengang belegen müsste. Da war es also wieder, dieses verhasste Wörtchen „Geo", welches mir aus der Schule als Gipfel der Langeweile bekannt war. So kam es schließlich dazu, dass ich einen kulturwissenschaftlichen Studiengang belegte, der von den Geowissenschaften fachlich nicht weiter hätte entfernt liegen können.

Das Studium machte Spaß und war sehr interessant und nach drei Jahren näherte ich mich erfolgreich meinem ersten Abschluss. Damit nahte auch die Frage „Was soll ich damit tun?“ – und so kam es, dass neben einem weiterführenden Studiengang auch die Möglichkeit bestand, noch einmal ganz von vorne anzufangen. Und mit vier Jahren Abstand vom Schulunterricht war die Option eines Geo-Studiums auch nicht mehr so grausam. Bei Kommilitonen, die Geowissenschaften bereits im fortgeschrittenen Semester studierten, erkundigte ich mich nach deren Meinung zum Studium ganz allgemein sowie zu den Bedingungen in Halle im Speziellen – und nach durchweg positivem Feedback war die Entscheidung schließlich schnell gefällt.