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Das Abitur ist geschafft – eine wichtige Hürde auf dem beruflichen Werdegang ist genommen. Und damit stehst du vor einer schwierigen Entscheidung: Eine Berufsausbildung beginnen und schnell Geld verdienen? Oder studieren und zurück an den Schreibtisch?
Es gibt durchaus gute Gründe für eine Berufsausbildung: Wenn du lieber praktisch als theoretisch arbeitest, solltest du ernsthaft über einen Ausbildungsberuf nachdenken. Ebenso, wenn du möglichst schnell selbstständig sein und dein eigenes Geld verdienen willst. Und sicherlich ist eine Berufsausbildung für dich bzw. deine Eltern leichter zu finanzieren als ein Studium.
Möglicherweise sprechen aber doch mehr gute Gründe für ein Studium: Erwiesenermaßen haben Akademiker nach dem Studium ein höheres Einkommen als Facharbeiter und gleichen die „mageren“ Jahre an der Uni im Laufe ihres Erwerbslebens aus. Außerdem haben Akademiker die mit Abstand niedrigste Arbeitslosenquote (etwa halb so hoch wie die von Facharbeitern) und sind deshalb vor allem in Krisenzeiten besser abgesichert. Auch nicht von der Hand zu weisen: Durch einen Hochschulabschluss bist du nicht auf einen bestimmten Beruf festgelegt, hast dadurch mehr Möglichkeiten, in den Arbeitsmarkt einzusteigen, und bist insgesamt flexibler bei der Karriereplanung.
Selbstverständlich sollte die Frage danach, ob sich ein Studium lohnt, nicht nur mit finanziellen Argumenten beantwortet werden. Denn unbestritten ist ein Studium mehr als eine Berufsausbildung dazu geeignet, seinen Interessen und Neigungen zu folgen und sich zu verwirklichen. Warst du in einem bestimmten Fach in der Schule sehr gut und möchtest dein Wissen und Können gern vertiefen, dann ist ein Studium ideal dafür. An einer Hochschule lernst du viele verschiedene Facetten des Themas kennen und kannst auf diese Weise deinen Horizont erweitern.
Außerdem werden beim Studium die sogenannten „Soft Skills“ gefördert, zu denen unter anderem Selbstständigkeit, Sozialkompetenz und abstraktes Denken zählen. Solche Eigenschaften der Persönlichkeitsstruktur können dir beim späteren Einstieg ins Erwerbsleben den entscheidenden Vorteil verschaffen.
Um es kurz zu machen: Auf lange Sicht zahlt es sich immer aus, in seine Bildung zu investieren!