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Seit wann sind Sie in Halle?
Seit 2000.
Wo waren Sie vorher?
Ich habe an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel studiert, promoviert und mich dort auch habilitiert.
Was gefällt Ihnen an Halle?
Halle ist eine schöne Stadt mit vielen sanierten Altbauten und einer sehr attraktiven, historischen Substanz. Hier gibt es große vollständig erhaltene Gründerzeitviertel, die ich in diesem guten Zustand noch kaum irgendwo gesehen habe. Die Stadt hat außerdem einen hohen Naherholungswert. Die Peißnitz, eine wunderschöne Flusslandschaft, ist beispielsweise in wenigen Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum aus zu erreichen.
Was ist das Besondere an der MLU?
An der MLU gibt es fast alle Fachgebiete. Und das ist ja inzwischen recht selten geworden. Mir gefällt die Möglichkeit des Austauschs über die Fächergrenzen hinweg, und mir gefällt die Mischung aus klassischen, historischen Fächern und völlig neuen, zukunftsorientierten Forschungsgebieten. Unser neuer Campus für die Naturwissenschaften ist natürlich großartig. Hier ist alles gut organisiert und nahe beieinander. Deshalb ist der Kontakt zu den Kollegen hervorragend, und auch die Studierenden können intensiv betreut werden. Mein Büro liegt direkt gegenüber den Labors, das Gewächshaus ist gleich hinter dem Bürotrakt. Das sind optimale Bedingungen für Lehre und Forschung, und deshalb fühle mich sehr wohl hier.
Für wen ist ein Studium der Agrarwissenschaften geeignet?
Für alle, die ein Interesse an der Umwelt und Agrarnutzung haben. Man sollte sich für ökonomische Prozesse und Zusammenhänge interessieren und gleichzeitig eine gewisse Neigung für Naturwissenschaften mitbringen.
Wem würden Sie von einem Studium der Agrarwissenschaften abraten?
Ich würde jedem empfehlen, sich einmal näher mit diesem Studium zu beschäftigen. Die Ausbildung ist sehr vielfältig und die Beschäftigungsmöglichkeiten sind hervorragend. Deshalb würde ich erst einmal niemandem davon abraten.
Wo kann man mit diesem Studium Arbeit finden?
Da die Ausbildung breit angelegt ist und auf der Kombination von Ökonomie und Naturwissenschaften beruht, sind die Arbeitsmarktchancen unserer Studierenden sehr gut. Von der Tier- und Pflanzenzucht, der Futter- und Düngemittelproduktion, der chemischen Industrie über die Leitung von Agrarbetrieben bis hin zum Handel oder der Verwaltung gibt es überall Arbeitsplätze für Agrarwissenschaftler. Und natürlich sind unsere Absolventen auch international gesuchte Spezialisten – etwa in der Entwicklungszusammenarbeit, bei der EU oder in der Forschung.