806 | Erste schriftliche Erwähnung von Halle |
Um 926 | Die erste Burg entlang der Saale wird gebaut: Burg Giebichenstein. Im Laufe der Jahrhunderte diente sie als Sitz der Magdeburger Erzbischöfe. Nachdem schwedische Truppen die Burg im Dreißigjährigen Krieg niederbrannten, wurde sie später zum bedeutendsten Symbol der deutschen Romantik. Vor allem Friedrich Freiherr von Hardenberg (Novalis), Ludwig Tieck, Achim von Arnim, Clemens Brentano und Joseph Freiherr von Eichendorff begeisterten sich für sie. In die Unterburg zieht 1922 die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ein. Auch heute noch ist der Fachbereich Kunst zu großen Teilen hier untergebracht. |
um 1000 | Die Salzgewinnung in Halle beginnt. Das aus Sole gewonnene Salz gab der Stadt ihren Namen – halla bedeutet „Ort der Salzgewinnung“. Damit wird Halle im Mittelalter zu einer wichtigen Handelsstadt.
Zunächst gibt es eine Saline auf dem Hallmarkt im Herzen der Stadt. 1721 nimmt dann die Königliche Saline auf der Salinehalbinsel als zweite Salzproduktionsstätte den Betrieb auf. Diese Saline ist moderner und kann somit kostengünstiger produzieren. 1869 endet der Siedebetrieb auf dem heutigen Hallmarkt. Auf dem Gelände entstehen später Wohn- und Geschäftshäuser. Die Salzproduktion wird nur noch in der moderneren Saline am Ufer der Saale aufrechterhalten. 1964 wird die Salzproduktion in Halle endgültig eingestellt. Heute befindet sich auf dem Gelände das Salinemuseum. |
1418-1506 | Der einzige freistehende Glockenturm Deutschlands wird gebaut: Der Rote Turm auf dem Marktplatz. Das Glockenspiel ist das zweitgrößte der Welt. Das Grundmotiv der Melodie wurde einer Arie aus Händels "Messias" entnommen. Die gleiche Melodie erklingt im Clock Tower in London, der besser unter dem Namen Big Ben bekannt ist. Zusammen mit den vier Türmen der Marktkirche Unser Lieben Frauen bildet er das Wahrzeichen der Stadt: die fünf Türme.
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1484-1503 | Die Moritzburg wird errichtet. Damit besitzt Halle nicht nur die älteste, sondern auch die jüngste Burg an der Saale. Halle wird danach für viele Jahre Sitz der Magdeburger Erzbischöfe. Im Jahr 1904 zieht hier das Kunstmuseum "Stiftung Moritzburg" ein, dessen Sammlung hauptsächlich aus Werken des 20. Jahrhundert besteht. In einem der Türme ist seit 1973 der "Studentenklub Turm" untergebracht, der regelmäßig Konzerte, Lesungen und Parties veranstaltet.
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1541 | Die Reformation wird in Halle offiziell eingeführt. |
1573 | Das "Feier- und Hochzeitshaus" der Stadt wird gebaut. Nach Gründung der Uni wird das Auditorium Maximum mangels eines geeigneten anderen Gebäudes in die erste Etage gelegt. |
1660 | Der Mediziner Friedrich Hoffmann wird in Halle geboren. |
1685 | Der Komponist Georg Friedrich Händel wird in Halle geboren. |
1692 | August Hermann Francke wird aus Erfurt vertrieben und trifft in Halle ein. Neben einer Lehrstelle für orientalische Sprachen zählt auch das Pastorat an der St. Georgenkirche zu Glaucha zu seinen künftigen Tätigkeiten. Dort wird er mit der Armut und deren Folgen für das Leben der Menschen konfrontiert. Seine Erkenntnisse lassen ihn 1695 mit dem Aufbau seines grandiosen Stiftungswerkes, den Franckeschen Stiftungen, beginnen. Heute lernen in den Gebäuden Studenten der Theologie und Erziehungswissenschaften.
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1694 | Die Uni Halle wird gegründet. |
1702 | Georg Friedrich Händel wird zum Organisten der Hof- und Domkirche zu Halle ernannt. Damit kann er sein Jura-Studium an den Nagel hängen und sich ganz der Musik widmen. |
1744 | In Halle beginnt die Seidenproduktion. In den Franckeschen Stiftungen werden 60 aus der Lombardei eingeführte Maulbeerbäume gepflanzt. Aus diesem Grundstock entwickelt sich eine regelrechte Plantage, die eine Seidenproduktion von 50 kg pro Jahr ermöglichte. Dennoch erliegt man letztlich der billigeren Konkurrenz aus dem Ausland. |
1806 | Napoleon besetzt Halle.
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1817 | Die hallesche Uni wird mit der traditionsreichen Universität Wittenberg zusammengeschlossen.
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1837 | Das neue Schauspielhaus wird eingeweiht. Es ist der Vorläufer des heutigen Opernhauses, das 1886 eröffnet wird. Heute werden hier nicht nur Opern und Operetten inszeniert, sondern auch Musicals und Ballettstücke. Studenten zahlen pro Vorstellung nur 7,50 Euro.
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1840 | Aus Magdeburg kommend trifft der erste Eisenbahnzug in Halle ein. Damit ist eine neue Ära in der Verkehrsgeschichte der Stadt angebrochen. Sechs Jahre später erhält Halle einen richtigen Bahnhof mit Bahnhofsgebäuden. 50 Jahre später eröffnet der neu erbaute hallesche Hauptbahnhof mit acht Bahnsteigen. Aus anderen deutschen Städten kommen Vertreter nach Halle, um sich hier zu eigenen Bahnhofsbauten inspirieren zu lassen.
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1878 | Die deutsche Akademie der Naturforscher "Leopoldina" nimmt ihren ständigen Sitz in Halle. |
1891 | Die erste elektrische Straßenbahn Deutschlands nimmt in Halle ihren ständigen Betrieb auf. |
1913 | Das Landesmuseum für Vorgeschichte wird eröffnet. Das Museum ist mittlerweile als Heimstatt der Himmelsscheibe von Nebra weltbekannt. Aber hier findest du auch eine der ältesten, umfangreichsten und bedeutendsten archäologischen Sammlungen Deutschlands.
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1945 | Von April bis Juni besetzen die Amerikaner Halle. Ab dem 2. Juli 1945 übernimmt die Sowjetische Kommandantur die Macht in der Stadt. |
1948 | Das Händelhaus wird als Museum eröffnet. Das Geburtshaus von Händel informiert nun in 14 Ausstellungsräumen über sein Leben, seine Werke und die Epoche des Barock.
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1952 | Halle wird DDR-Meister im Fußball. Außerdem finden die ersten Händelfestspiele statt. |
1964 | Baubeginn für die "Chemiearbeiterstadt Halle-West", dem späteren Halle-Neustadt. Der Ausbau der beiden großen Chemiebetriebe Leuna und Buna zieht immer mehr Arbeitskräfte nach Mitteldeutschland, was die Wohnungssituation dramatisch verschärft. Um dieses Problem zu lösen, bricht man mit der Auffassung, westlich der Saale nicht bauen zu können. Eine Vielzahl von Pumpen (bis zu 47) sorgt seither für eine Senkung des Grundwasserspiegels. |
1990 | Die Städte Halle und Halle-Neustadt werden zusammengelegt. Halle wird viertgrößte Stadt auf dem Gebiet der neuen Bundesländer. |
1999 | Das m dr-Funkhaus öffnet auf der "Spitze", nur wenige Minuten entfernt vom Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften.
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2006 | Halle feiert sein 1200-jähriges Jubiläum. |