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		<title>Sabines Blog abbonieren</title>
		<link>http://www.ich-will-wissen.de/</link>
		<description>Die letzten Blogbeiträge der Studibotschafter auf www.ich-will-wissen.de</description>
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			<title>Sabines Blog abbonieren</title>
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		<lastBuildDate>Sun, 01 Aug 2010 14:15:03 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Ausgrabungen in Göttingen</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/sabine-stoffner-studentenleben-in-halle/kommentare-ansehen/nachricht/2882/cHash/9e1259c270/</link>
			<description>Liebe Leser,
heute könnt Ihr über meine Erlebnisse einer Stadtkerngrabung in Göttingen lesen....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Liebe Leser,</p>
<p class="bodytext">heute könnt Ihr über meine Erlebnisse einer Stadtkerngrabung in Göttingen lesen. </p>
<p class="bodytext">Nun in der vorlesungsfreien Zeit ist es für Archäologiestudenten eigentlich ein Muss ausgraben zu gehen. Normalerweise fängt man mit einer Lehrgrabung an der Uni an, wo man richtig auszugraben lernt. Das heißt, zeichnen, einmessen mit einem Nivelliergerät oder Tachymeter, Funde bergen und natürlich sachgemäß zu buddeln. Hat man so eine Lehrgrabung hinter sich, kann man auf eigene Faust nach Ausgrabungen suchen.</p>
<p class="bodytext">Ich war letzten Monat in Göttingen direkt in der Stadt. Die ganze Innenstadt steht dort unter Denkmalschutz und somit war es klar, als ein Geschäft unterkellert werden sollte, dass vorher ausgegraben werden muss. </p>
<p class="bodytext">Für mich war dies Neuland. Ich hatte zuvor immer nur (Flächen-) Grabungen im freien Feld gemacht. In der Stadt sind die Schichten natürlich viel komplizierter, da seit Jahrhunderten auf derselben Stelle gesiedelt wurde. Doch ich kann jedem empfehlen so eine Grabung mal mitzumachen, da man dort erst richtig lernt Stratigraphien zu erkennen.</p>
<p class="bodytext">Ganz zu Beginn mussten wir uns durch Neuzeit buddeln, also von heute an runter. Die mittelalterlichen Schichten waren allerdings spannender. Auf der Parzelle stand im Hochmittelalter eine Bronzegießerei, die Kochtöpfe (Dreinbein-Grapen) hergestellt hat. Das meiste Fundmaterial waren Gussformen, doch wir fanden ebenso Gebrauchskeramik (wichtig zum Datieren), Knochen, Schlacke, usw.</p>
<p class="bodytext">Interessante Funde kamen aus den 2 Kloaken, eine aus der Neuzeit, wo eine zertrümmerte Sparbüchse am Boden lag, leider ohne Geld. Aus der anderen mittelalterlichen kamen schöne Glasreste zu Tage. Man benutzte die Latrinen eben auch als Abfallgrube für Hausmüll. </p>
<p class="bodytext">Etwas besonders war der Brunnen, der wurde bis zum Boden zum Leineschotter ausgehoben. Ich persönlich habe das nicht gemacht, doch die Person musste in dem feuchten Schacht den ganzen Tag stehen und die Pumpe am Laufen halten, damit sie nicht absäuft. Doch an den ganz heißen Tagen war es natürlich schön.</p>
<p class="bodytext">An den beiden letzten Tagen legten wir noch einen Suchschnitt an dem hinteren Teil der Parzelle an, dort sollte nicht gebaut werden. Wir wollten zumindest noch einen Ofen finden, doch es kam ein zweiter, älterer Brunnen zu Tage. Ganz unten, schon in der Schwemmschicht der Leine befanden sich einige Scherben aus der Linienbandkeramik (Jungsteinzeit).</p>
<p class="bodytext">Schade, dass wir nicht weiter machen konnten, doch so ist das bei Rettungsgrabungen, die der Investor bezahlen muss. </p>
<p class="bodytext">Mit der 10-Leute-Mannschaft war es echt ein schönes Arbeiten. Also, an alle Studenten: Sucht Euch auch Grabungen außerhalb der Uni!</p>
<p class="bodytext">Nun, liebe Leser, genießt den Sommer und bis bald</p>
<p class="bodytext">Sabine</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 14:15:03 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mal wieder ein super Sonntag in Halle</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/sabine-stoffner-studentenleben-in-halle/kommentare-ansehen/nachricht/2616/cHash/0283f491cb/</link>
			<description>Hallo!
Der letzte Sonntag war voll gepackt von tollen Ereignissen. Gleichzeitig fanden das...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo!</p>
<p class="bodytext">Der letzte Sonntag war voll gepackt von tollen Ereignissen. Gleichzeitig fanden das „Lindenblütenfest“ der Franckeschen Stiftungen, der „Tanztag“ und die „Fête de la Musique“ statt.</p>
<p class="bodytext">Den Nachmittag verbrachte ich beim „Lindenblütenfest“, das alle 2 Jahre stattfindet. Ein buntes Treiben erwartete den Besucher: Von Theater- und Musikaufführungen über Mittelaltermarkt mit viel leckerem Essen zu dem Kinderprogramm unter dem Motto „Bauen“ und offenen Museen.</p>
<p class="bodytext">Die Franckeschen Stiftungen wurden 1698 als Schulstadt für Waisenkinder gegründet und entwickelten sich im Laufe der Jahre zu einem großen Pietismuszentrum – bis heute. Unter anderem befindet sich dort nun ein Teil der Universität, verständlicherweise die Theologie und die Erziehungswissenschaften. Als Geschichtswissenschaftler haben mich besonders die Ausstellungen interessiert. Unter anderem war die Historische Bibliothek geöffnet, die sich dem Besucher im Zustand von 1728 zeigt. Über 50000 Bücher – vor allem aus der frühen Neuzeit – sind zu bewundern. Spannend ist auch die Kunst- und Naturalienkammer, die von Francke selbst zu Unterrichtzwecken eingerichtet wurde. Kuriositäten aus diversen Ländern sind zu bestaunen, wie etwa konservierte Tiere, Musikinstrumente, Totenmasken, Kleidung und Bücher. Zu einer Bibel gibt es eine bemerkenswerte Geschichte: Sie wurde unter dem Schutt eines abgebrannten Gebäudes geborgen, das ganze Haus war zerstört, nur die Bibel nicht! </p>
<p class="bodytext">Weitere Ausstellungsräume beziehen sich auf die Geschichte der Stiftungen und eine Jahresausstellung mit dem Titel „Gebaute Utopien: Franckes Schulstadt in der Geschichte europäischer Stadtentwürfe“ ist derzeit noch zu sehen.</p>
<p class="bodytext">Das Beste war aber der Aufstieg auf den „Altan“, welcher für astronomische Lektionen erbaut wurde. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick über Halle.</p>
<p class="bodytext">Den Abend verbrachte ich am ehemaligen Gasometer, worin zum Abschluss der „Fête de la Musique“ Bands und DJ’s auftraten. Die Akustik in dem Gasometer war umwerfend, auch das ganze Drumherum. Man muss sich vorstellen, man geht erste eine Weg zum Eingang hinunter und dann öffnet sich das Rund des Gebäudes. Es ist oben offen, so dass man beim Tanzen die Sterne sehen kann. Dieses Fest fand zum 4. Mal in Halle statt, organisiert von &quot;Postkult&quot;. 1982 entstand die Idee dazu in Paris: Jeder kann mitmachen, gewollt vor allem draußen, Bands spielen ohne Honorar – somit kostet es den Besucher auch nichts und es findet immer zum Sommeranfang, also zum 21.6. statt. Das ganze Wochenende war Musik verschiedenster Stilrichtungen in den Straßen der Stadtteils Glaucha in der südlichen Innenstadt. Inzwischen ist das kleine Festival in der ganzen Welt verbreitet.</p>
<p class="bodytext">Zum Tanztag&nbsp; in der Galgenbergschlucht hab ich es diesmal nicht geschafft, aber es gibt ja noch genug Sommersonntage in Halle!</p>
<p class="bodytext">Bis bald, Eure Sabine</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 17:25:33 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Archäologische Tagung in Nürnberg</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/sabine-stoffner-studentenleben-in-halle/kommentare-ansehen/nachricht/2603/cHash/d238a9228f/</link>
			<description>Hallo liebe Leser!
Das Studentenleben spielt sich ja nicht nur in Halle ab. So möchte ich Euch...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo liebe Leser!</p>
<p class="bodytext">Das Studentenleben spielt sich ja nicht nur in Halle ab. So möchte ich Euch heute über eine archäologische Tagung in Nürnberg berichten. Vor 2 Wochen tagte der West- und Süddeutsche Verband für Altertumsforschung im Germanischen Nationalmuseum und dem Deutschen Eisenbahnmuseum. Diese Museen, als auch das Naturhistorische, konnten wir die ganze Woche über kostenlos besuchen. Doch die Zeit hat leider nicht gereicht, um all die tollen Ausstellungen zu sehen! </p>
<p class="bodytext">Ich fuhr mit einer Freundin hin, die praktischerweise eine Schwester dort hat, so war unsere Unterkunft gesichert. Andere Studenten schliefen in der Jugendherberge in der Stadt, die im Marstall der Burggrafen-Burg untergebracht ist. Ein herrlicher Ort über der Altstadt.</p>
<p class="bodytext">4 Tage lang konnten wir uns Vorträge über neue Ergebnisse fast aller Epochen der Ur- und Frühgeschichte anhören. Zusätzlich gibt es bei solchen Veranstaltungen auch Exkursionen, die ich allerdings nicht mitmachen konnte, als auch Empfänge. Dort lernte ich einige Studenten von anderen Unis und Archäologen, die mitten im Beruf stehen, kennen. Am letzten Abend waren wir sogar in der Dienststelle Nürnberg und konnten uns die Arbeitsräume anschauen. Diese liegt auch wunderbar an der Unterburg an der Stadtmauer in einem kleinen verwinkelten Fachwerkhaus. Bei Bier und Schnittchen wurde dies ein interessanter und langer Abend. </p>
<p class="bodytext">Ach ja, die Burgführung konnte ich mir nicht entgehen lassen, genauso wenig wie die Stadtführung. Nürnbergs Burg ist zwar neu aufgebaut, doch in der Altstadt ist noch sehr viel Mittelalterliches erhalten. Das kleine Handwerkerhaus, das wir sahen, hat mir am besten gefallen. Es hat 3 Stockwerke und der Hinterhof ist schätzungsweise 15 qm groß; inklusive Brunnen. Da das Hinterhaus genauso hoch ist, fällt kaum Tageslicht herein. Es war alles so winzig an den Gebäuden. Heute haben sie eine Verbindung und die Wohnungen sind größer geworden.</p>
<p class="bodytext">Das Nachtleben haben wir uns natürlich&nbsp;nicht entgehen lassen, wobei man in Nürnberg ein wenig suchen muss. In der Altstadt ist ab 23 Uhr draußen sitzen verboten, doch einige nette Kneipen konnten wir auftreiben. Am schönsten war es allerdings am frühen Abend am Ufer der Regnitz auf die alte Stadtmauer zu schauen und ein Guinness zu trinken.</p>
<p class="bodytext">Im Gesamten gesehen war es mal wieder wunderschön (vom Schlafmangel mal abgesehen). Für eine Gebühr von 25 Euro habe ich viel gelernt und Spaß gehabt.</p>
<p class="bodytext">Nun bin ich mal wieder auf Ausgrabung, doch davon berichte ich Euch später….</p>
<p class="bodytext">Bis dann, Sabine</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 22:11:53 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Premiere von &quot;SEIN ODER NICHTSEIN&quot; im Neuen Theater</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/sabine-stoffner-studentenleben-in-halle/kommentare-ansehen/nachricht/698/cHash/dbf0d90d6a/</link>
			<description>Hallo liebe Leser!
Am 27.3.2010 besuchte ich die Premiere zu „SEIN ODER NICHTSEIN“ von Nick Whitby...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo liebe Leser!</p>
<p class="bodytext">Am 27.3.2010 besuchte ich die Premiere zu „SEIN ODER NICHTSEIN“ von Nick Whitby im nt in Halle. Vorlage für dieses Stück ist der gleichnamige Film von Ernst Lubisch aus dem Jahre 1942. Als Satire auf Nazideutschland angedacht, fällt er in die gleiche Kategorie wie „Der große Diktator“.</p>
<p class="bodytext">Eingebettet in die Wirren der Kriegszeit in Polen ist das Leben einer Theatergruppe in Warschau. Eifersucht, Liebe, polnische Lebensart und Witz, Selbstüberschätzung, Jähzorn und Hysterie werden überzeugend und mit spritzigen Dialogen dargestellt.</p>
<p class="bodytext">Zur Geschichte wusste ich lediglich, dass es sich hierbei nicht um das Drama von Shakespeare handelt und in Polen spielt. Es war für mich also von Anfang an spannend. </p>
<p class="bodytext">Jener Theatertruppe wird am Vorabend der Premiere verboten, ihr Stück „Ein Geschenk von Hitler“ zu spielen. Nun muss Ersatz her – Hamlet! Gespielt von dem selbstbezogenen, selbstüberschätzenden, aber trotzdem immer wieder an sich zweifelnden Schauspieler Josef Tura (Wolf Gerlach). Während er den Monolog des Hamlet auf der Bühne hält, verlässt ein junger Fliegeroffizier (Jonas Schütte) jedes Mal den Saal, was Josef sehr in seiner Eitelkeit als „bester Schauspieler Polens“ kränkt. Doch der Offizier stattet Josefs Frau Maria (Lena Zipp), der Schönheit des Hauses, Besuche ab. Einige Konflikte werden ausgetragen, aber der Schauspieldirektor Dowasz (Reinhard Straube) hält sein bunt zusammen gewürfeltes Ensemble in einem „angemessenen Zustand kreativer Furcht“.</p>
<p class="bodytext">Nachdem der Krieg auch in Polen ausgebrochen ist und das kalte Theater Wohnort der Schauspieler ist, kommt just dieser Fliegeroffizier zurück und deckt einen Professor (Andreas Range) auf, welcher die Namen der Mitglieder des polnischen Untergrunds an die Gestapo verraten will. Unglückliche Umstände ziehen die Theatergruppe mit in dieses Verwirrspiel und lässt sie nun selbst zur Tat schreiten, um Polen zu retten. Mit allerlei Tricks und Finessen, die oft nur zufällig oder opportun sind, wird die Gestapo an der Nase herumgeführt. </p>
<p class="bodytext">Grandios jungenhaft, dem Regime treu, aber eben doch nur ein Mensch, ist Oberst Erhardt – der Konzentrationslager-Erhardt (Hilmar Eichhorn), der mit seinem Major Schulz (gekonnt satirisch inszeniert) über Hitlerwitze (um Maria zu beeindrucken) unwillkürlich in Lachen ausbricht:</p>
<p class="bodytext"><i>Warum trug Napoleon auf dem Schlachtfeld immer einen roten Rock? – Damit man nicht sah, wenn er blutete.</i></p>
<p class="bodytext"><i>Warum trug Kaiser Wilhelm immer ein weißes Hemd? – Damit man nicht sah, wenn er erbleichte.</i></p>
<p class="bodytext"><i>Und deshalb trägt Hitler braune Hosen!</i></p>
<p class="bodytext">Die Kostüme der Schauspieler sind zwar teilweise auch braun, allerdings aus einem anderen Grund. Die gewagten Abendgarderoben der Maria verdienen besondere Aufmerksamkeit, die der Zuschauer von 3 Seiten der Spielfläche (wie in einer Arena) bewundern kann. Schön dabei ist die Nähe zu den Schauspielern und die Auflockerung der sonst starren Anordnung einer Frontalbühne, doch durch das Arrangement der einzelnen Szenen hat man manchmal Schwierigkeiten alles genau zu verstehen. </p>
<p class="bodytext">Die Komposition des Bühnenbilds ist sehr harmonisch. Die untere Spielfläche ist mit Teppichen, Tischen und Stühlen in den Farben rot, braun und beige und Requisiten (Wodka, damit die Truppe richtig in Schwung kommt) ausgestattet. Die Bühne ist schlicht funktional gehalten, was gut zu den dort inszenierten Szenen passt. Der überlebensgroße Schwan dient als Schlafstätte, ausgestattet mit „alle(n) Kissen aus dem Sultan von Sulu“, es schneit von der Decke, denn bei „Warschau im Schnee, wirken selbst die Trümmer (des Krieges) dekorativ“.</p>
<p class="bodytext">Ob der Zusammenhalt der Truppe am Ende bestehen bleibt, Polen gerettet wird, Eitelkeiten vergessen und verziehen werden können, sieht man am 3./9./24.4.2010 jeweils um 19.30 Uhr im Saal des nt.</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 16:38:22 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Urlaub im Land der grünen Hügel und Feen</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/sabine-stoffner-studentenleben-in-halle/kommentare-ansehen/nachricht/667/cHash/296f4c6a0b/</link>
			<description>Hallo liebe Leser!
Ihr habt schon länger nichts von mir gehört, doch heute will ich euch...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo liebe Leser!</p>
<p class="bodytext">Ihr habt schon länger nichts von mir gehört, doch heute will ich euch berichten, dass das Studentenleben nicht nur in Halle schön ist. Nach einem anstrengenden Semester muss man sich auch mal ne Pause gönnen und ich verbrachte diese in Irland.</p>
<p class="bodytext">Vor 5 - 6 Jahren war ich 1 Jahr lang Aupair in Clonakilty, Westcork. Nun war es an der Zeit alte Freunde und meine Gastfamilie zu besuchen. Doch zuerst führte mich die Reise nach Cork, in die zweitgrößte Stadt Irlands nach Dublin (180 000 Einwohner), wo gerade eine Freundin aus Deutschland arbeitete. Gemeinsam machten wir uns tags darauf auf den Weg, unsere Familien zu sehen. Das war wirklich aufregend: Mein Ältester ist nun volljährig, hat ne Freundin und arbeitet im Pub. Die Kinder haben sich äußerlich natürlich sehr geändert, doch ich anscheinend nicht. Sie wussten meinen Namen noch und erkannten mich auch. Das Leben vor Ort geht einfach weiter, viele konnten gar nicht glauben, dass es schon so lange her ist, seitdem wir Aupairs waren. Abends setzten wir uns noch in unseren damaligen Stammpub und lauschten traditioneller irischer Musik.</p>
<p class="bodytext">Doch das war nur ein Teil der Reise. Nach 4 Tagen Cork mieteten wir uns ein Auto und fuhren an der Westküste Irlands entlang. Dabei durfte eine Fahrt am Ring of Kerry nicht fehlen, wo der Golfstrom entlang fließt und eine wunderbare Flora ermöglicht. Des Weiteren sind wir zum Berg Brendon, den wir allerdings nicht erklommen (zu hoch).</p>
<p class="bodytext">Eindrucksvoll waren auch die Cliffs of Moher, wo ganz viele seltene Vögel nisten oder Connemara mit seiner Heide- und Moorlandschaft. Dort kraxelten wir auf einen Berg, der immerhin 500 m hoch ist. Anstrengend, doch der Blick in die Berge und aufs Meer hat sich gelohnt.</p>
<p class="bodytext">Danach verließen wir die Küste (aber nicht ohne vorher kurz im Meer baden zu gehen – sehr kalt) und fuhren quer durchs Land Richtung Dublin. Auf dem Weg dorthin sahen wir das Guinness-Schloss in Cong, welches heute ein Luxushotel ist und z.B. die Hochzeit von Pierce Brosnan beherbergte. In dem beschaulichen Ort wurde 1951 auch der Film „The quiet man“ mit John Wayne und Maureen O’Hara gedreht. Weiter im Landesinneren in Trim machten wir eine Führung durch das Castle – es diente dem Film „Braveheart“ als Kulisse (muss ich nun unbedingt ansehen).</p>
<p class="bodytext">Der letzte Halt vor Dublin waren „The hills of Tara“, ein heiliger Ort der Frühzeit mit Hügelgräbern aus Jungsteinzeit und Bronzezeit, als auch später der Sitz der Hochkönige von Irland. In Dublin schaute ich mir die Ausgrabungen im archäologischen Museum an (groß und empfehlenswert).</p>
<p class="bodytext">In Dublin selbst gibt es ja ne Menge zu sehen. Wir entschieden uns ganz klassisch für die Guinnessbrauerei mit abschließendem Pint in der Panoramabar im 6. Stock des Hauses. Den anderen Tag erkundeten wir zu Fuß die Stadt und gingen ein wenig shoppen. Klamotten sind da so billig (wie auch der Flug und das Auto), wenngleich Essen und Trinken ungleich teurer ist.</p>
<p class="bodytext">Nun bin ich wieder in Halle und träume von meiner zweiten Heimat. Doch nach 2 Tagen gefiel es mir hier auch wieder, Deutschland hat schon so seine Qualitäten.</p>
<p class="bodytext">Dann bis bald, eure Sabine</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 20:30:32 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Exkursion nach Magdeburg</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/sabine-stoffner-studentenleben-in-halle/kommentare-ansehen/nachricht/563/cHash/c2ba431aed/</link>
			<description>Hallo!
Mittwoch letzter Woche veranstaltete die Institutsgruppe der Geschichte ihre jährliche...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo!</p>
<p class="bodytext">Mittwoch letzter Woche veranstaltete die Institutsgruppe der Geschichte ihre jährliche Exkursion ins Kulturhistorische Museum Magdeburg. Wir besuchten die Ausstellung „Aufbruch in die Gotik – Der Magdeburger Dom und die späte Stauferzeit“ anlässlich der Feier zur 800jährigen Grundsteinlegung des heutigen Doms.</p>
<p class="bodytext">Da diese Exkursion vom Institut aus war, mussten wir nur den Eintrittspreis zahlen, die Fahrt- und Führungskosten wurden übernommen. Mit dem Zug ging es mittags los und eine Stunde später waren wir in Magdeburg. Sogleich wurden wir freundlich von dem Museumspersonal empfangen. Ausgestattet mit Kopfhören, um der Führung auch in weiterer Entfernung von der Sprecherin zu hören, freuten wir uns auf 2 interessante Stunden. Schön dabei war, dass man Fragen stellen konnte, die in der Ausstellung direkt nicht beantwortet wurden. Über 400 Stücke aus Europa und den USA zeigten die Kunst, Kultur, Architektur und Lebenswelt im 13. Jahrhundert. Interessant waren für mich besonders die Ausgrabungsergebnisse, die sich nicht nur auf den ersten gotischen Kathedralbau im Heiligen Römischen Reich, sondern auch auf die Vorgängerbauten bezogen. Z.B. war der Bleisarg der Editha aus dem 10. Jahrhundert (Gemahlin Ottos des Großen) ausgestellt, der erst letztes Jahr entdeckt wurde. Des weiteren waren die vielen Handschriften sehr beeindruckend, vor allem die Heidelberger Handschrift des „Sachsenspiegels“, eine Rechtshandschrift in deutscher Sprache von dem Ritter Eike von Repgow, die sich in ganz Europa verbreitete. Sogar eine Kopie, der im 2. Weltkrieg zerstörten Ebstorfer Weltkarte war in Originalgröße (etwa 3,5 x 3,5 m) aus Lüneburg zu bewundern.</p>
<p class="bodytext">In 3 Sonderräumen konnten wir zum Schluss auf eigene Faust den Klängen der Gotik lauschen, uns informieren, wie man mit einem Falken jagte oder die Geologie näher erkunden. </p>
<p class="bodytext">Ich machte mich mit meiner Fahrgruppe noch auf, um den Dom anzuschauen. In ihm ist auch das Grab Otto des Großen.</p>
<p class="bodytext">Nach diesem schönen Nachmittag war mein Kopf mit neuem Wissen voll gestopft, die Ausstellung&nbsp;war einfach zu riesig, um alles genau aufnehmen zu können. </p>
<p class="bodytext">Diese Sonderausstellung ist nun zu Ende, doch falls Ihr nun Interesse an dem Museum gewonnen habt, schaut hier einfach mal nach: <a href="http://www.khm-magdeburg.de/"><a href="http://www.khm-magdeburg.de" target="_blank" >www.khm-magdeburg.de</a></a>&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Bis bald, Eure Sabine</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 19:21:22 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>2. Mitteldeutscher Archäologentag</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/sabine-stoffner-studentenleben-in-halle/kommentare-ansehen/nachricht/416/cHash/e10f713188/</link>
			<description>Hallo liebe Leser!
Heute berichte ich von der dreitägigen internationalen Tagung in Halle zu dem...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo liebe Leser!</p>
<p class="bodytext">Heute berichte ich von der dreitägigen internationalen Tagung in Halle zu dem Thema: Anthropologie, Isotopie und DNA – Annäherung an namenlose vorgeschichtliche Skelette?</p>
<p class="bodytext">Für einen Beitrag von 15 Euro bekamen wir eine große Vielfalt geboten. In der Tagungsmappe, welche in einem schönen Stoffbeutel mit der Himmelsscheibe steckte, waren u.a. ein Heftchen mit Abstracts der Vorträge und ein Sonderband der Archäologie in Sachsen-Anhalt mit dem Titel: Die&nbsp;Totenhütte von Benzingerode.</p>
<p class="bodytext">Am Donnerstagabend ging es los mit Grußworten und einem Festvortrag über Isotopenanalyse an Skeletten. Hier bekam man gut aufbereitet zu hören, was das ist und wie es angewendet wird. Dadurch lässt sich herausfinden, wo der Tote gelebt hat, was er gegessen hat in Kindheit (durch Zähne) und Sterbezeit (durch Knochen), wie das Klima war und so weiter. Danach gab es einen kleinen Stehempfang im Audimax mit Bier und Knabberzeug. Dabei konnte man in Kontakt mit Forschern und Studenten kommen. </p>
<p class="bodytext">Tags darauf war der eigentliche Vortragstag. Ab 8.30 Uhr wurden uns 12 Referate (deutsch und englisch) zu diesem Thema geboten. Besonders interessant waren die Ergebnisse aus der Lichtensteinhöhle/Harz. Dort wurden bronzezeitliche Skelette gefunden, die wegen der gleich bleibenden Temperaturen von 7-8 Grad und der Feuchtigkeit durch einen Sinterüberzug sehr gut erhalten blieben. Von ihnen konnten Genanalysen gemacht werden, die auch mit Gendaten der heutigen Bevölkerung verglichen wurden. Tatsächlich fanden sich auch 2 Personen, die als Nachfahren der Menschen aus der Höhle in Betracht kommen. </p>
<p class="bodytext">Nach Kaffe- und Kekspause hörten wir, wo Ötzi als Kind gelebt hat, dass das Schillerskelett in der Fürstengruft in Weimar gar nicht das echte ist, oder wo die Haustiere der bandkeramischen Leute geweidet haben. </p>
<p class="bodytext">Als letztes gab es einen Vortrag über die Zusammenarbeit mit den Geologen am Beispiel eines Siedlungshügels in Niederröblingen. Dies war gleichzeitig ein Ausblick auf den 3. Mitteldeutschen Archäologentag, der nächstes Jahr um dieselbe Zeit mit dem Thema Geoarchäologie stattfindet. Im Anschluss wurden die Methoden und Ergebnisse diskutiert.</p>
<p class="bodytext">Um 20 Uhr ging es&nbsp;in das Landesmuseum, wo Wein und Essen gereicht wurde. Außerdem hatte ein jeder die Möglichkeit, sich die Ausstellung anzusehen und Stücke zu begutachten, über die zuvor gesprochen wurde.</p>
<p class="bodytext">Am Samstagmorgen fand dann ein Workshop zur Probenentnahme an Skeletten statt, den ich leider nicht besuchen konnte, da er schon ausgebucht war. Danach konnte man an einer Exkursion nach Nebra (Fundort der Himmelsscheibe) und Goseck (Kreisgrabenanlage) teilnehmen.</p>
<p class="bodytext">Ich empfehle jedem Studenten mal an verschiedenen Fachtagungen teilzunehmen, auch an anderen Orten. Man lernt viel über Methoden, neue Ergebnisse und wissenschaftliches Arbeiten, was an der Uni kaum möglich ist&nbsp;und nebenbei kann man sich mit bekannten Forschern unterhalten. Als nächstes findet in Halle von 20.-22. November eine Tagung zu Masken der Vorzeit in Europa statt. Näheres erfahrt ihr über die Internetseite oder Flyer des Landesamts (<a href="http://www.lda-lsa.de/">www.lda-lsa.de</a>).</p>
<p class="bodytext">Vielleicht sehen wir und da!</p>
<p class="bodytext">Bis dann, eure Sabine</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 15:55:13 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Tag des offenen Denkmals</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/sabine-stoffner-studentenleben-in-halle/kommentare-ansehen/nachricht/389/cHash/372a847889/</link>
			<description>Hallo ihr Lieben!
Vergangenen Sonntag fand in Halle, wie an vielen anderen Orten in Deutschland...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo ihr Lieben!</p>
<p class="bodytext">Vergangenen Sonntag fand in Halle, wie an vielen anderen Orten in Deutschland der Tag des offenen Denkmals statt. In der ganzen Stadt und der Umgebung waren historisch wertvolle Gebäude und Kirchen zur Besichtigung geöffnet. Aber nicht nur Führungen gestalteten den Tag gut, sondern auch diverse Dinge, die zum Mitmachen einluden. </p>
<p class="bodytext">Ich traf mich mit einigen Freunden und besuchte zuerst den Wasserturm im Paulusviertel. Dieser ward Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und sieht von innen viel größer aus, als von außen. Leider konnte man nicht nach oben klettern, da er schon etwas baufällig ist. Doch ein kleines Konzert fand dort statt, Modelle verschiedener Gebäude waren anschaulich präsentiert, die Geschichte der Erbauung und Renovierung auf Tafeln dargestellt und im Untergeschoss waren Rohre und andere wasserwirtschaftliche Gegenstände aus verschiedenen Jahrhunderten ausgestellt. Darunter eine Holzwasserleitung aus vergangener Zeit, die bei Bauarbeiten aufgefunden wurde.</p>
<p class="bodytext">Danach schauten wir uns das Steintorvariete an, welches das älteste seiner Art in Deutschland ist. Eine kleine Führung zeigte uns die verschiedensten Bereiche des Hauses, welches in den 1920er Jahren so gestaltet wurde. Interessant war, dass dieses Gebäude einst eine Reithalle gewesen ist.</p>
<p class="bodytext">In der alten kaiserlichen Oberpostdirektion (auch von Ende des 19. Jahrhunderts) am Joliot-Curie-Platz erwarteten uns Empfangsdamen in festliche Kleider vergangener Zeiten gehüllt. Das Gebäude ist nun von der HWG genutzt und schön neu gestaltet worden. Auch hier wurden mir durch eine Führung die Besonderheiten des Hauses näher gebracht. Im Innenhof konnte man sich mit Kaffee und Kuchen stärken; nur der beginnende Regen schränkte den Spaß etwas ein. Aber der Drehorgelspieler stellte sich einfach in die Toreinfahrt, die bezeichnenderweise mit Holzklötzen (in Form von Kopfsteinen) gepflastert ist. Übrigens, der Polizeiruf 110 ist hier gedreht worden.</p>
<p class="bodytext">Die Kirchen habe ich mir persönlich nicht angesehen, die meisten hatte ich schon in einem anderen Zusammenhang besucht. Leider konnte ich auch nicht auf den Roten Turm am Marktplatz steigen, da ich die Anmeldefrist verpasst hatte. Dieser Turm wurde von den Halloren (Salzsiedern) als freistehender Glockenturm Ende des Mittelalters errichtet.</p>
<p class="bodytext">Schön sind auch die Franckeschen Stiftungen, die mit zahlreichen Ausstellungen und Sonderführungen zu dem Stifter, der Wirtschaft und den Essgewohnheiten des Barocks lockten. Diese Schulstadt aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts dient heute zum Teil auch als Universität und beinhaltet das Pietismuszentrum. </p>
<p class="bodytext">Weitere interessante Objekte, wie das Peißnitzhaus, die Textil- und Gobelinmanufaktur, die Neue Residenz, der Dom, der Stadtgottesacker, die Moritzburg und das Museum für Haustierkunde konnten besichtigt werden, sonst ist es meist schwierig einen Einblick in diese Einrichtungen zu bekommen. </p>
<p class="bodytext">Leider ging der Tag zu schnell vorbei. Doch nächstes Jahr am 2. Wochenende im September ist es wieder soweit und ich werde mir den Rest der Gebäude über die interessante Entwicklung Halles anschauen.</p>
<p class="bodytext">Bis bald, Sabine</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 21:32:54 +0200</pubDate>
			
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			<title>Zurück aus der Eiszeit</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/sabine-stoffner-studentenleben-in-halle/kommentare-ansehen/nachricht/319/cHash/e572569f75/</link>
			<description>Hallo meine Leser,
dieses Jahr war ich wieder auf Ausgrabung (leider nur 2 Wochen) und zwar im...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo meine Leser,</p>
<p class="bodytext">dieses Jahr war ich wieder auf Ausgrabung (leider nur 2 Wochen) und zwar im schönen Franken in einer Höhle aus der Eiszeit. Jedes Mal, wenn ich auf eine neue Ausgrabung fahre, packt mich so eine Aufregung: Hoffentlich verpasse ich den Ausstieg nicht! Was werde ich erleben? Welche Leute werde ich kennen lernen? Welche Funde erwarten mich? Wie ist die Umgebung?</p>
<p class="bodytext">Angekommen musste ich mich Montagmorgen nach 5 Stunden Zugfahrt erstmal zu dem Steinbruch auf dem Berg durchfragen, wo meine Arbeitsstelle lag. Das Wetter war bombastisch, Sonne und 30 Grad (ein schöner Nebeneffekt – man wird braun). Als ich gegen Mittag ankam war erstmal Pause und ich konnte mich einrichten, dann ging’s sofort los.</p>
<p class="bodytext">Die Ausgrabung war eine paläontologische, d. h. wir haben nach tierischen Überresten gesucht. Die Höhle ist inzwischen eingestürzt und so gruben wir direkt am Hang. Dazu mussten einige Stufen auf Leitern überwunden werden. Die vollen Eimer mussten zu unserem anfänglichen Leidwesen auch wieder nach oben geschafft werden. </p>
<p class="bodytext">Die Höhle wurde in den 1960ern schon mal gegraben, damals noch unter primitiveren Bedingungen auf Leitern stehend. Wir hatten nun schon ein Dach und eine Holzkonstruktion um draufzustehen. Das Ziel der Ausgrabung war – neben neuen Funden machen – die alten Zeichnungen der Grabung mit der Höhle genau in Verbindung zu bringen, um die Funde zeitlich einordnen zu können. Dazu gruben wir in Quadranten immer 10 cm tiefer, dokumentierten diesen (Zeichnung, Photo, Höheneinmessung, Beschreibung), sammelten den Aushub um ihn dann zu schlämmen, also mit Wasser die Erde entfernen um die kleinen Knochen zu finden. Das Highlight meiner Zeit war ein Eckzahn eines Höhlenbären, die inzwischen ausgestorben sind. Der war ungelogen mindestens 12 cm lang und sah aus wie Gips. In den letzten Jahren wurden aber auch Steinwerkzeuge und der Zahn eines Neandertalers gefunden.</p>
<p class="bodytext">Unser Team bestand nur aus 3 Studenten und der Leiterin. Es war somit sehr ruhig im Gegensatz zu meinen bisherigen Ausgrabungen. Wir zelteten direkt in dem Waldstück neben unserem Arbeitsplatz. Strom, Plumpsklo und Wasser (wenn auch nicht fließend, doch man kann sich in einer Waschschüssel genauso gut reinigen) war auch vorhanden. Das nächste Dorf war 25 min zu Fuß entfernt, dort konnte ich einkaufen und telefonieren. Am Wochenende sind leider alle Mitgräber nach Hause gefahren, was für mich aus Halle etwas weit gewesen wäre. So verbrachte ich meine freien Tage in aller Ruhe im Wald, sah mir die schöne Landschaft an und machte samstags einen Ausflug nach Nürnberg. Das ist echt eine schöne Stadt, sehr viel Mittelalterliches hat hier überlebt und das Germanische Nationalmuseum ist auf jeden Fall ein Besuch wert. </p>
<p class="bodytext">Einerseits bin ich nach Ausgrabungen immer froh nach Hause zu kommen (eigenes Bett, warme Dusche, usw.), doch den Tag mit dem Lauf der Sonne zu leben und dauernd draußen zu sein geht ja leider während der Vorlesungszeit nicht. Nun muss ich für die nächste Prüfung lernen und kann gar nicht mehr still sitzen.</p>
<p class="bodytext">So, dann bis bald. </p>
<p class="bodytext">Eure inzwischen saubere Sabine</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 20:07:34 +0200</pubDate>
			
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			<title>Das Sommerloch</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/sabine-stoffner-studentenleben-in-halle/kommentare-ansehen/nachricht/260/cHash/6ebf41fada/</link>
			<description>Hallo aus Halle!
Jetzt ist vorlesungsfreie Zeit – endlich mögen manche von uns denken. Zeit an den...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo aus Halle!</p>
<p class="bodytext">Jetzt ist vorlesungsfreie Zeit – endlich mögen manche von uns denken. Zeit an den See zu fahren, den Bauch in die Sonne legen und einfach nur mal die Seele baumeln lassen. Aber allein? Viele Studenten verlassen Halle im Sommer – sei es um die Familie zu besuchen, Urlaub zu machen oder zu arbeiten. Meistens sind das immer die besten Freunde, so bleibt nur ein kleiner Rest übrig, was zu unternehmen. </p>
<p class="bodytext">Aber wie wäre es, sich Freunde einfach mal nach Halle zu holen, die werden begeistert sein. </p>
<p class="bodytext">Mein Bruder z. B. lebt derzeit noch in München und hat mich neulich mit seinem Besuch beglückt. Wir haben ganz normale Sachen am Wochenende gemacht, sind hingegangen wo ich sonst hingehe. Er war ganz begeistert. Halle fand er so schön unkompliziert und offener als München, so dass er es richtig genossen hat. Ich auch, nachdem er endlich nach 4 Jahren meiner Einladung gefolgt war. Leider hat mich sonst noch niemand (außer meinen Eltern) von zu Hause besucht. Immer diese lange Anfahrt oder es lohnt sich nicht (man kann ja schlecht nur für einen Tag herfahren), zu Hause ist man zu beschäftigt, usw. </p>
<p class="bodytext">Manchmal kann so ein Besuch allerdings auch zu anstrengend sein – so gesehen bei anderen. Eigentlich hat man ja auch genug zu tun: Hausarbeiten, für Prüfungen lernen und arbeiten. Und wenn der Besuch dann lange, lange dableibt und dauernd bespaßt werden möchte, kommt man zu nichts. Klar, man kann den Besuch in die Museen schicken oder ins Schwimmbad, aber tut er das auch alleine? Am besten schnappt man sich dann die übrig gebliebenen Freunde aus Halle und lässt sie reihum „babysitten“. </p>
<p class="bodytext">An Angebot fehlt es in der Pause in Halle dennoch nicht. Zwar ist es etwa ruhiger in der Stadt, aber man kann zum Sommerkino auf der Peißnitzbühne (kostenlose Filme unter freiem Himmel sehen) oder zum Hörspielsommer gehen oder tanzen,….</p>
<p class="bodytext">Leider verlasse ich die Stadt nun auch für 3 Wochen – ich werde bei Nürnberg in der Nähe ausgraben. Und danach meine Familie im Ländle besuchen.</p>
<p class="bodytext">Bis bald und schaut wieder rein, wenn ich euch spannende Geschichten aus der eiszeitlichen Höhle schreibe.</p>
<p class="bodytext">Eure Sabine</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 21:23:54 +0200</pubDate>
			
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