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		<title>Franziskas Blog abbonieren</title>
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		<description>Die letzten Blogbeiträge der Studibotschafter auf www.ich-will-wissen.de</description>
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			<title>Franziskas Blog abbonieren</title>
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			<description>Die letzten Blogbeiträge der Studibotschafter auf www.ich-will-wissen.de</description>
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		<lastBuildDate>Tue, 15 Jun 2010 13:22:09 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Mit Hammer und Salzsäure durch… Baschkortostan</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/franziska-setzer-uni-leben-unileben/kommentare-ansehen/nachricht/2605/cHash/380cb06571/</link>
			<description>Nach einer intensiven zweiwöchigen Begehung und Begutachtung der geologischen Gegebenheiten Ufas...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Nach einer intensiven zweiwöchigen Begehung und Begutachtung der geologischen Gegebenheiten Ufas ging es letzte Woche für die Geologiestudenten endlich auf große Exkursion außerhalb der Stadt. Ziel der Reise war die Ostseite des Uralgebirges, wo die Berge aufhören und die Weiten der sibirischen Plattform gerade beginnen.</p>
<p class="bodytext">Herberge für die rund vierzig Studenten stellte eine Art altes Viehwirtschaftsgelände dar, welches schon seit längeren zu einer geologischen Basis umfunktioniert wurde. Praktisch hieß dies, dass auf dem Gelände verschiedene Baracken standen – alle in einem verschieden hohen Grad der Verwüstung ausgesetzt –, in welchen Lebensmittel und Geodäsieinstrumente untergebracht wurden. Die Unterbringung der Studenten und Lehrkräfte erfolgte dagegen in Zelten.</p>
<p class="bodytext">Aus den sechs Brigaden, in welche die Studenten auch schon in Ufa eingeteilt waren, blieb jeden Tag jeweils ein Student im Lager zurück, während der Rest seiner Gruppe sich auf den Weg machte, die nähere Umgebung zu erkunden. Die so insgesamt sechs Studenten hatten die Aufgabe, Essen für alle zu kochen, auf die Sachen aufzupassen und für den Abend die Banja (= russische Sauna) vorzubereiten. Gekocht wurde draußen überm offenen Feuer und trotz der somit erschwerten Kochbedingungen war das einzige Manko am Essen das für meinen Geschmack fehlende Salz, welches jedoch ohne Probleme im Nachhinein noch zugefügt werden konnte.</p>
<p class="bodytext">Da Sanitäranlagen auf dem Gelände nicht vorhanden waren, abgesehen von einem Bretterverschlag um die anfallende Notdurft zu verrichten, wurde sich im angrenzenden See gewaschen – oder eben in der Banja, welche jeden zweiten Tag angeheizt wurde. </p>
<p class="bodytext">Neben diesen für den deutschen Exkursionsstudenten ein wenig abenteuerlich anmutenden Rahmenbedingungen gab es natürlich viel Geologie zu bestaunen. Die studentische Meute wurde unterteilt, so dass jeweils die Hälfte sich der Geodäsie widmen durfte, während die andere Hälfte Tag für Tag aufbrach, die allgemeingeologischen Bedingungen vor Ort zu erkunden. Zu bestaunen gab es viel: bunt leuchtender Jaspis in allen Variationen, verschiedenste vulkanische Gesteine, alte Mangan-Gruben, die zur Zeit des zweiten Weltkriegs angelegt wurden und Kurgane (= Hügelgräber) früherer Hochkulturen.</p>
<p class="bodytext">Ebenfalls irgendwie bestaunenswert war zunächst auch die Exkursionskleidung meiner Kommilitonen. Während Camouflage und Tarnfarbe in Deutschland eher den Angehörigen der Armee vorbehalten ist, werden diese Sachen hierzulande als gängige Outdoor-Utensilien verstanden. Hintergrund dabei: zwar gibt es auch hier Marken wie Jack Wolfskin &amp; Co., allerdings zu noch sehr viel unerschwinglicheren Preisen als in Deutschland. Und somit wird auf Sachen zurückgegriffen, die den Soldaten genauso wie den Geologen in der Wildnis vor Wind und Wetter schützen. </p>
<p class="bodytext">Dabei gilt für die Bekleidung ebenso wie für die ganze Exkursion: anders als in Deutschland, aber gut!</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 13:22:09 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Mit Hammer und Salzsäure durch Ufa</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/franziska-setzer-uni-leben-unileben/kommentare-ansehen/nachricht/2227/cHash/3f3358127f/</link>
			<description>Das wäre es nun gewesen. Während in Halle die Studenten noch knappe zwei Monate Vorlesungen und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das wäre es nun gewesen. Während in Halle die Studenten noch knappe zwei Monate Vorlesungen und Klausuren vor sich haben, stecken die meisten Studenten hier in Ufa schon in der unmittelbaren Endphase ihres Studienjahres oder sind sogar schon fertig mit all ihren Klausuren. Auch Geografen und Geologen haben ihre Prüfungen abgelegt und dürfen nun seit letzten Montag der Arbeit im Freien nachgehen, anstatt im stickigen Hörsaalgebäude zu sitzen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;Eigentlich ist eine Exkursion hier in Ufa genauso wie eine Exkursion in Deutschland. Seit Montag gehen wir am Ufer der Ufimka, einem der drei Flüsse hier in der Stadt, einen Weg ab, an welchem verschiedene Aufschlüsse aufzunehmen sind. Da ich hier mit den Zweitsemestern unterwegs bin und die meisten von denen das erste Mal eine richtige Exkursion mitmachen, ist das Ziel in dieser ersten Woche erst einmal, die richtige Datenaufnahme zu erlernen – und die funktioniert hier natürlich genauso wie in Deutschland auch.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;Anders ist wiederum, dass das ganze Studienjahr – also vierzig Leute – gemeinsam loszieht. In Deutschland sind im Gegensatz dazu in einer Exkursionsgruppe maximal 20 Personen, je nachdem, um was für eine Exkursion es sich handelt – und das erscheint einem immer irgendwie schon viel. Vierzig Leute an einer Stelle– da kann der Aufschluss noch so groß sein, ein gewisses Chaos bleibt da nicht aus. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;Ebenso wie in Deutschland werden die Studenten in kleine Untergruppen eingeteilt, in denen sie dann gemeinsam die verschiedenen Profile aufnehmen sollen. Anders als in Deutschland: die Gruppen bestehen aus 6 statt aus 2 Personen und heißen hier Brigaden, was bei mir stets ein Schmunzeln und die Assoziation an die sozialistischen Studentenbrigaden hervorruft. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;Als ein großes Problem hat sich die hiesige Fauna herausgestellt. Noch nie habe ich irgendwo so viele Mücken erlebt, wie um diese Jahreszeit hier im Wald. Ohne Anti-Mückenspray ist es quasi aussichtslos auch nur eine einzige Zeile zu schreiben und auch trotz der dick aufgetragenen Schutzschicht aus Autan haben sich schon so viele Stiche angesammelt, dass es zu lange dauern würde, sie alle zu zählen. Gefährlicher noch als Mücken und beinahe ebenso häufig anzutreffen sind derzeit Zecken. Es scheint gar eine richtige Hysterie um die kleinen Tierchen ausgebrochen zu sein. Obwohl bis auf drei Personen alle Exkursionsteilnehmer gegen FSME geimpft sind, haben wir eine lange Belehrung bekommen, dass wir uns regelmäßig absuchen sollen und wie im Falle eines Zeckenbisses vorzugehen ist. Nach Entfernung der Zecke muss diese nämlich in jedem Fall aufgehoben werden und zur Untersuchung auf den FSME-Erreger zu einem Sanitäts-Zentrum gebracht werden, frei nach dem Motto: Vorsehen ist besser als Nachsehen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;Wäre da noch das Wetter. Mit den Attributen „heiß und sonnig“ – und das über Wochen hinweg – unterscheidet es sich dann doch irgendwie vom Maiwetter in Deutschland. Da ist es auch gar nicht schlimm, dass für die nächsten zwei Tage endlich einmal Regen versprochen wird! </p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 31 May 2010 10:55:40 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Studieren po-russkij II</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/franziska-setzer-uni-leben-unileben/kommentare-ansehen/nachricht/2201/cHash/dd648c3e7b/</link>
			<description>Das Semester hier in Ufa dauert nun schon eine ganze Weile und dennoch gibt es immer noch Momente,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das Semester hier in Ufa dauert nun schon eine ganze Weile und dennoch gibt es immer noch Momente, in denen ich mich über das Ein oder Andere wundere. Zum Beispiel wenn ich höre, dass Eltern in die Uni kommen oder dort anrufen, um die Probleme ihrer Kinder zu lösen, ist mir das als Studentin einer deutschen Hochschule, in der sich jeder selbst zu organisieren hat, sehr fremd. Oder auch der Pflichtunterricht in Sport und einer Fremdsprache die ersten zwei Studienjahre, egal welches Fach man studiert. Sehe ich das Erlernen einer Fremdsprache prinzipiell als gute Sache an (Umsetzung und Erfolg dieses Unterrichts sind wiederum eine ganz andere Sache), dachte ich, dass wenigstens in der Uni all die früher unter dem Schulsport leidenden Jungen und Mädchen nun endlich befreit wären.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">An anderen Stellen wiederum beneide ich die hiesigen Studenten. In knapp zwei Wochen beginnt hier in Ufa die vierwöchige Exkursionszeit. Normalerweise ist Unterricht hier an der Uni bis Anfang Juni und danach bis zum 20. Juni Prüfungszeitraum. In der Geofakultät werden jedoch jetzt schon alle Examen abgelegt und ab Ende Mai wird auf Exkursion gegangen. Diese Exkursionen kosten die Studenten keinen einzigen Rubel zusätzlich, wovon wir in Deutschland nur träumen können. Zugegeben – Auslandsexkursionen sind das natürlich nicht, aber wozu ins Ausland fahren, wenn der Ural vor der Tür liegt.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Auch die Wohnheime sind hier wesentlich günstiger als in hallenser Gefilden – jedoch sind sie auch in ihrer Ausstattung wesentlich sparsamer. Der Kostenpunkt von knapp 50 € im Jahr als Miete für einen Wohnheimplatz ist kaum zu unterbieten. Geboten wird einem dafür ein Vier- bis Achtbettzimmer ohne Schreibtisch und eine Gemeinschaftsküche, die sich mehrere Zimmer gemeinsam teilen. Wenn ich da an die Schwierigkeiten denke, die manch ein Drei-Mann-WG in Deutschland bezüglich ihrer Küchenordnung hat… Der eigentlich unangenehme Punkt an der Wohnheimunterbringung ist jedoch, dass ab um elf Sperrstunde ist und die Studenten bis zu dieser Zeit im Wohnheim sein müssen. Wer dies verpasst, hat in manchen Wohnheimen die Chance, um zwölf vom Portier (meist ältere Frauen) hineingelassen zu werden&nbsp; - allerdings ist das mit Ärger verbunden und der Name des Zuspätkommers wir auf einer Liste notiert. Die Überlegung, seinen Freund oder seine Freundin einfach mit aufs Zimmer zu nehmen, um mehr Zeit zu haben (vorausgesetzt er wohnt nicht selbst auch im Wohnheim und muss längst zuhause sein), ist in Anbetracht von sieben Zimmernachbarn nicht gerade einladend und kommt aber auch nicht in Frage, da wohnheimfremden Personen der Zugang zum Wohnheim untersagt ist.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Alternative zum Wohnheim ist, sich ein Zimmer zu mieten. Dies allerdings kosten ca. 120 € im Monat. Das ist selbst für Leute mit abgeschlossener Ausbildung eine zu hohe Summe, da viele nach Beendigung ihres Studiums bei einem Gehalt von rund 250 €, zum Teil aber auch deutlich weniger einsteigen. Die Studenten, die ich kenne, die ein Zimmer mieten, mieten das zu zweit oder zu dritt, um sich in die Kosten reinzuteilen. An anderen Dingen, zum Beispiel dem Essen, welches preislich locker auf einem Niveau mit Deutschland liegt, muss dann jedoch kräftig gespart werden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die verlockendste Alternative ist demzufolge bei den Eltern zu wohnen, vorausgesetzt man hat das Glück, dass diese in Ufa wohnen. Eigenes Zimmer, regelmäßig ausgewogene Nahrung, die Freiheit auch nach 23.00 Uhr nach Hause zukommen – und das alles für umsonst. Für die meisten Studenten in Deutschland kaum vorstellbar, ist das Zusammenleben mit den Eltern hier also beinahe so etwas wie Luxus. Da muss man sich als deutsche Studentin erst einmal dran gewöhnen!</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 13 May 2010 06:05:36 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Studieren po-russkij I</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/franziska-setzer-uni-leben-unileben/kommentare-ansehen/nachricht/761/cHash/8b2cec48ed/</link>
			<description>Studieren auf Russisch – das ist auf jeden Fall einmal etwas ganz anderes als der Vorlesungsalltag...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Studieren auf Russisch – das ist auf jeden Fall einmal etwas ganz anderes als der Vorlesungsalltag in Deutschland. Zum einen ist da natürlich die Sprache, die einem nur mehr oder weniger vertraut ist. Allerdings macht diese bei weiten nicht den verworrensten Part an meinem Unileben hier aus. Vielmehr stehe ich vor einer, wie mir vorkommt, komplett anderen Art des Studierens.</p>
<p class="bodytext">Es beginnt bereits mit einem erheblichen Altersunterschied zwischen mir und meinen Kommilitonen. Bis zum Abitur werden hier zehn oder elf Jahre gelernt – entsprechend liegt das Durchschnittsalter bei Studienbeginn um die 17 Jahre. Alle Leute, die ich in meinem Alter hier kenne, sind mit ihrem Studium bereits fertig und haben einen festen Job. Einige sind sogar verheiratet und haben Kinder. </p>
<p class="bodytext">Aber zurück in die Uni, die ich wohl einfach als meinen Jungbrunnen betrachten sollte. Nicht nur das Alter meiner Kommilitonen lässt mich an alte Zeiten zurückdenken. Da ist auch die Studienorganisation, die mich eher an die Oberstufe erinnert. Nun gut, auch wir in Halle haben einen relativ festen Stundenplan und sind mit rund 45 Personen ein recht überschaulicher Haufen von Studenten. Ebenso ist es in Ufa, allerdings gibt es hier in jedem Studienjahr eine Art Gruppensprecher, zu vergleichen mit einem früheren Klassensprecher. Dieser sorgt auch dafür, dass eventuell notwendige Utensilien wie Beamer und Leinwand rechtzeitig zu Unterrichtsbeginn einsatzbereit sind. Eine Unterrichtseinheit heißt „Para“ und ist ebenso anderthalb Stunden lang, allerdings mit einer strikt eingehaltenen Pause nach 45 Minuten. Es handelt sich also um ein echtes Stundenpärchen. In manchen Fakultäten existiert sogar noch das berühmte Stundenklingeln – und sobald dieser Ton erschallt, werden Stifte fallen gelassen und Hefte weggepackt. Ich kann darüber nur schmunzeln – und bin jedoch froh, dass es eine solche Klingel an der Geofakultät nicht gibt und dass der Unterricht hier auf natürlichem Wege sein Ende findet.</p>
<p class="bodytext">Gänzlich anders als in Deutschland findet auch die Benotung der Leistungen statt. Zwischen Schule und Uni wird hier im Benotungssystem nicht unterschieden. Es gibt Noten von zwei bis fünf, wobei fünf die beste Note ist und man mit einer zwei bereits durchgefallen ist. Abstufungen, wie bei uns zum Beispiel eine 2,7, gibt es nicht. Sei es nun dem anderen Benotungssystem verschuldet, der Gutmütigkeit der Lehrkräfte oder aber auch der Genialität der hiesigen Studenten – alles in allem gibt es sehr viel weniger Exmatrikulationen als an einer deutschen Uni. Ein Schwund wie bei uns von bis zu teilweise 30 Prozent im Laufe des ersten Studienjahres, gibt es hier nicht. Wer einmal anfängt eine bestimmte Richtung zu studieren, bleibt in der Regel auch dabei.</p>
<p class="bodytext">Aber ich muss zugeben, dass das mit den Prüfungen hier etwas unkomplizierter für die Studenten gehandhabt wird. Fällt man einmal durch oder erscheint nicht zum Prüfungstermin, kann man eine Prüfung auch noch Wochen, teilweise sogar Monate später bei dem entsprechenden Dozenten ablegen. Das wird dann irgendwie zwischen Unterricht und Pause noch mit eingeschoben. Ich habe auch schon erlebt, dass ein Student einen Termin immer wieder hat platzen lassen und einfach nicht erschienen ist – und jedes Mal wurde im ein neuer Anlauf gewährt. Schließlich zahlt ein großer Teil der Studenten hier für die universitäre Ausbildung. An jeder Uni gibt es einen bestimmten Prozentsatz kostenloser Studienplätze. Diese sind Studenten mit besonders guten Leistungen vorbehalten. Die anderen Studienplätze sind mit Studiengebühren verbunden.</p>
<p class="bodytext">An anderen Stellen als dem Ablegen einer Prüfung wird wiederum mehr Wert auf Ordnung und Formalitäten gelegt. So habe ich mir von einer anderen Austauschstudentin berichten lassen, dass sie in ihrer Fakultät vor ihren Unterrichtsstunden tatsächlich alle aufstehen müssen und sich erst setzen dürfen, wenn die Lehrkraft dieses erlaubt.</p>
<p class="bodytext">Die Erinnerungen an meine Schulzeit ereilen mich also nicht zu Unrecht. Allerdings ist dies vor allem auf die Studienorganisation beschränkt, so dass die eigentlichen Inhalte des Studiums dann doch wieder handfest und umfangreich sind wie in Deutschland auch.</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 09:52:42 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Studienbotschafter unterwegs – diesmal in Ufa</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/franziska-setzer-uni-leben-unileben/kommentare-ansehen/nachricht/758/cHash/afe2bbe7b0/</link>
			<description>Regelmäßig gibt es ja die Möglichkeit uns Studienbotschafter in verschiedenen Städten der Republik...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Regelmäßig gibt es ja die Möglichkeit uns Studienbotschafter in verschiedenen Städten der Republik live und in Farbe zu treffen. Schließlich sollen alle Interessierten die Möglichkeit bekommen, uns selbst mit Fragen löchern zu dürfen. Allerdings ist die Reichweite unserer Reisemöglichkeiten begrenzt, sodass wir bislang leider nicht über die Grenzen unseres Heimatlandes herausgekommen sind. Das sollte sich nun allerdings ändern – und am gestrigen Dienstag war es denn so weit: Erstmals stand mit mir ein Studienbotschafter auch ausländischen Studieninteressierten zur Verfügung.</p>
<p class="bodytext">Dabei wurde bewiesen, dass im Ausland ein reges Interesse an einem Studium in Halle, oder vielleicht auch allgemein in Deutschland, besteht. Ich war eingeladen auf einer Veranstaltung des deutschen Alumni-Klubs Ufa. Dieser hatte einen Informationsnachmittag in der Fremdsprachenfakultät meiner hiesigen Uni organisiert. In einem dreistündigen Präsentations-Marathon wurde über verschiedenste Möglichkeiten informiert, Deutschland aus einer nicht-touristischen Perspektive kennen zu lernen. Hauptaugenmerk war das Studium in Deutschland. So wurde über verschiedene Stipendienprogramme informiert und vor allem wurden verschiedenen Unis vorgestellt, vorrangig solche, zu denen es Kontakte von Seiten Ufas gibt. Neben dem großen Thema Auslandsstudium wurde aber auch über Programme wie den Europäischen Freiwilligendienst oder Auslandpraktika informiert.</p>
<p class="bodytext">Ich konnte die Gelegenheit nutzen, um der ufaer Studierendenschaft die Martin-Luther-Universität näher vorzustellen – schließlich handelt es sich hier um zwei Partnerstädte. Und spätestens beim Anblick der gänzlich in grün daherkommenden Peißnitz in meiner Fotopräsentation, meine ich einen träumerischen Ausdruck in den Augen des ein oder Anderen erblickt zu haben.</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 06:04:31 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Jeden Tag etwas Neues! - Lernen abseits der Uni</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/franziska-setzer-uni-leben-unileben/kommentare-ansehen/nachricht/733/cHash/c657484600/</link>
			<description>Ich fange an mich einzuleben. Woran ich das ausmachen kann? – Dinge, über die ich anfangs gestaunt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ich fange an mich einzuleben. Woran ich das ausmachen kann? – Dinge, über die ich anfangs gestaunt habe, nehme ich nun kaum mehr als ungewöhnlich war. Lernen in der Uni – das war letztes Semester. Hier habe ich das Gefühl jeden Tag 1000 neue Dinge kennen zu lernen und dies bei weitem nicht nur in der Uni.</p>
<p class="bodytext">Allein der öffentliche Nahverkehr stellt sich dem unvorgewarnten Deutschen als ein großes Rätsel dar. Streckennetzplan – gibt es nicht. Haltestellen – sind teilweise mäßig gekennzeichnet und am besten daran gekennzeichnet, dass an einer Stelle an der Straße Massen von Leuten auf irgendetwas warten. Fahrscheine – kauft man nicht. Das bedeutet leider nicht, dass Bus fahren hier kostenlos ist, sondern man bezahlt einfach beim Aussteigen beim Fahrer oder Konduktor (Schaffner). Wenn der Bus voll ist, sollte man zudem darauf achten, laut darauf aufmerksam zu machen, dass man an der nächsten Haltestelle aussteigen möchten, ansonsten fährt der Fahrer einfach weiter, weil ja sowieso niemand mehr hinein passt.</p>
<p class="bodytext">Auch muss mit dem Vorurteil gebrochen werden, dass Russland lediglich Winter, Wodka und natürlich Russen bedeutet. Denn: Russland ist nicht gleich Russland. Mich hat es nach Baschkortostan (auch Baschkiriren genannt) verschlagen. Dies ist eine Republik innerhalb der Russischen Föderation, die im Rande Europas am Fuße des Urals gelegen ist. So wie es bei uns Bundesländer gibt, existieren auch hier verschiedene Hoheitsgebiete (Regionen, Gebiete, Republiken) mit verschiedenen Autonomierechten. Entsprechend ist die Bevölkerung hier bei weitem nicht einfach „russisch“. Die Mehrheit bilden Tataren und Baschkirien. Beide Volksgruppen haben ihre eigene Sprache, die mit dem Türkischen verwandt ist und auch rein äußerlich ähneln die Baschkiren und Tataren eher Türken als Russen. Dennoch wird hier in der Stadt fast ausschließlich auf Russisch verkehrt, allerdings sind alle offiziellen Beschriftungen zweisprachig gehalten. Entsprechend gibt es hier neben den orthodoxen Kirchen auch viele Moscheen, Frauen in Kopftüchern sieht man allerdings höchstens so oft wie bei uns, wenn nicht gar seltener.</p>
<p class="bodytext">Ebenfalls neu für mich: In Russland gibt es einen „Tag des Geologen“. Der wird am ersten Wochenende im April begangen. Um dies zu feiern und außerdem noch Ostern (das katholisch-evangelische und das orthodoxe Osterfest fiel in diesem Jahr auf ein und denselben Tag) und vor allem die fabelhaften 10° plus, die wir seit einer Woche in Kombination mit Sonnenschein haben, hatten wir uns auf den Weg gemacht, dem Lärm der Stadt zu entfliehen. Das Ziel war das Ufer der Ufimka – mitten in der Stadt gelegen, aber bislang dennoch eine Oase der Ruhe. Es gab überm Lagerfeuer gegrillte Würstchen, Bier, Musik von der Gitarre und viel, viel Sonne. Und wieder habe ich etwas gelernt: Ein Lagerfeuer kann auch auf dem nassesten Boden inmitten von Schnee entzündet werden.</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 14:08:14 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Studieren im Osten</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/franziska-setzer-uni-leben-unileben/kommentare-ansehen/nachricht/689/cHash/4f5eb47be0/</link>
			<description>Während die meisten meiner Kommilitonen die vorlesungsfreie Zeit genießen dürfen, stehe ich schon...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Während die meisten meiner Kommilitonen die vorlesungsfreie Zeit genießen dürfen, stehe ich schon wieder mittendrin im Unileben. Nun ja, genießen ist wahrscheinlich übertrieben, schließlich sind da Praktika, Exkursionen und Hausarbeiten zu erledigen. Allerdings bedeutet dies immerhin ein wenig Abwechslung vom Trott der Vorlesungszeit. Im Gegenteil dazu besuche ich bereits wieder regelmäßig die Universität – und das diesmal nicht nur Montag bis Freitag, sondern auch noch samstags!</p>
<p class="bodytext">Mmh, irgendwas ist hier nicht richtig – wird sich der aufmerksame Leser denken. Des Rätsels Lösung: ich habe beschlossen, mein Studium für ein halbes Jahr im Ausland fortzusetzen. Ein Auslandsemester – das ist in Zeiten von Bachelor und Master eine zu durchdenkende Entscheidung. Denn obwohl der Bologna-Prozess darauf zielte, das Studieren an ausländischen Hochschulen zu vereinfachen, brachte er doch gleichzeitig viele Schwierigkeiten mit sich. Die Studienprogramme sind straff durchgeplant und dass das Programm im Ausland genau dem an der Heimatuniversität entspricht ist eher unwahrscheinlich. Entsprechend steht man vor dem Problem, dass man mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit nur einen Bruchteil der Leistungen erbringen kann, die man in der gleichen Zeit in Deutschland gemacht hätte. Die Gefahr: eine Verlängerung der Studienzeit um mindestens ein Semester, wenn nicht sogar zwei, da die Veranstaltungen in der Regel lediglich im Jahresturnus angeboten werden.</p>
<p class="align-right"><img clickenlarge="1" style="float: right;" title="Auch die  Busse  sind zweisprachig beschriftet: links Baschkirisch, rechts Russisch." src="uploads/RTEmagicC_Bus.jpg.jpg" height="120" width="160" alt=""></p>
<p class="align-right"><img style="float: right;" clickenlarge="1" title="Offizielle   Amtssprachen sind Russisch und Baschkirisch. Alle offiziellen   Bezeichnungen, wie zum Beispiel Straßennamen, sind zweisprachig." src="uploads/RTEmagicC_Baschkirisch.jpg.jpg" height="120" width="160" alt=""></p>
<p class="align-right"><img clickenlarge="1" style="float: right;" title="Mitte des 16.  Jahrhunderts wurde Baschkortostan von den Russen erobert. Der  Freundschaft der beiden Völker ist das Denkmal rechts im Bilde gewidmet.  Im Vordergrund: eine Einlaufbahn – eine der liebsten  Freizeitbeschäftigungen." src="uploads/RTEmagicC_Denkmal.jpg.jpg" height="120" width="160" alt=""></p>
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<p class="bodytext">Dem gegenüber stehen natürlich eine ganze Menge universitäre und außeruniversitäre Erfahrungen, die man während eines Auslandsemesters sammeln kann. Man lernt andere Lebensweisen und Kulturen kennen und kommt dabei vielleicht außerdem zum Nachdenken über das eigene Land und die eigenen Gewohnheiten. Das Kennen lernen neuer Sichtweisen wird einem auch später im Beruf nützlich sein, denn schließlich sind wichtige Vorraussetzung für eine Arbeit im Team Verständnis und Respekt für die Meinungen und Gepflogenheiten Anderer. Zudem ist es natürlich selten schlecht eine Sprache ein bisschen besser als auf Schulniveau zu sprechen. Und man erfährt, wie die Menschen in anderen Ländern studieren – zum Beispiel, in dem sie, wie ich nun ebenfalls, auch samstags bis in die späten Nachmittagsstunden hinein in die Uni gehen müssen.</p>
<p class="align-right"><img clickenlarge="1" style="float: right;" title="Ursprünglich waren die Baschkiren ein Nomadenvolk. Hier zu sehen eine Jurte von innen." src="uploads/RTEmagicC_Jurte.jpg.jpg" height="120" width="160" alt=""><img clickenlarge="1" style="float: right;" title="Brücke der Verliebten: Hierher kommen Hochzeitspaare, um ihr Liebe mit einem Schloss für die Ewigkeit zu beschließen." src="uploads/RTEmagicC_Br%C3%BCcke_der_Verliebten_txdam1681_e28540.jpg.jpg" height="120" width="160" alt=""><img clickenlarge="1" style="float: right;" title="Der zugefrorene Fluss Belaja." src="uploads/RTEmagicC_Belaja.jpg.jpg" height="120" width="160" alt=""></p>
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<p class="bodytext">Die Entscheidung, ein Auslandsemester zu machen, hängt von einem  selbst ab. Man sollte abwägen, ob man mehr Vor- oder Nachteile in der  Unterbrechung des Studiums an der Heimatuni sieht. Zudem sollte man  darüber nachdenken, welche Zukunftsvorstellungen man selbst hat. Möchte  man später für ein international agierendes Unternehmen arbeiten, ist  über einen längeren Auslandsaufenthalt in jedem Fall dringend  nachzudenken.</p>
<p class="bodytext">Um nun noch aufzulösen, in welchem Land auch samstags gelernt werden  darf: es hat mich nach Ufa, in den Südural, verschlagen. Wer also  dachte, studieren im Osten würde sich auf die Unis bis zur  Oder-Neiße-Grenze beschränken, hat sich getäuscht – auf Wunsch geht es  auch noch viel weiter gen Osten. Und eure Studienbotschafter sind auch  hier vor Ort, um vom Unialltag zu berichten!</p>
<p class="align-right"><img style="float: right;" title="Moschee: Ufa liegt in der Republik Baschkortostan. Die Baschkiren bekennen sich überwiegend zum muslimischen Glauben." clickenlarge="1" src="uploads/RTEmagicC_Moschee.jpg.jpg" height="120" width="160" alt=""><img style="float: right;" clickenlarge="1" title="Ufa wuchs im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einer Millionenstadt heran. Entsprechend zweckmäßig sind die meisten Wohnhäuser gehalten." src="uploads/RTEmagicC_Wohnhaeuser.jpg.jpg" height="120" width="160" alt=""></p>
<p class="align-right">&nbsp;<img clickenlarge="1" style="float: right;" title="Verbreitet wie  in Halle die Cafés, sind in Ufa die Selbstbedienungsrestaurants. Hier  kann man günstig und schnell etwas Warmes essen, allerdings ist der  Gemütlichkeitsfaktor nicht mit einem deutschen Café zu vergleichen." src="uploads/RTEmagicC_Selbstbedienungsrestaurant.jpg.jpg" height="120" width="160" alt=""></p>
<p class="align-left">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 18:09:13 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Studieren und kein Ende in Sicht?</title>
			<link>http://www.ich-will-wissen.de/service/blogs/franziska-setzer-uni-leben-unileben/kommentare-ansehen/nachricht/668/cHash/c2424fa8ed/</link>
			<description>Wenn im Januar nach den Weihnachtferien die Uni wieder losgeht, beginnt für den Studenten im...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Wenn im Januar nach den Weihnachtferien die Uni wieder losgeht, beginnt für den Studenten im Allgemeinen eine weniger schöne Zeit. – Klausuren werden geschrieben und die sozialen Kontakte zur Umwelt, die man in den Ferien noch intensiv gepflegt hatte (denn der Verdrängungsmechanismus über das bevorstehende Unheil funktioniert da meistens noch hervorragend), kommen völlig zum Erliegen. Bis Mitte Februar ist die einzige Beziehung die man pflegt eine Art Hass-Liebe zu seinem Schreibtisch.</p>
<p class="bodytext">Umso mehr freut man sich jedoch über die quasi &quot;goldenen Zeiten&quot; im Anschluss – offiziell „vorlesungsfreie Zeit“ genannt. Überspringt man hier das Wörtchen „Vorlesung“ klingt das verdammt nach „freie Zeit“ – also Freizeit!?! Leider nicht ganz! Wie hatte man damals zu Schulzeiten seine großen Geschwister beneidet, als man hörte, dass diese doch tatsächlich zwei Monate frei hatten. Zwei Monate lange Schlafen, Verreisen, Freunde treffen – kurz gesagt: Erholung!</p>
<p class="bodytext">Was der große Bruder damals verheimlicht hatte (oder vielleicht hat er es auch erzählt und wir haben bei diesem Teil nur ganz gekonnt weggehört): Die vorlesungsfreien Zeiten sind gar keine Ferien. Und so folgt irgendwann die Einsicht, dass ein Student eigentlich nie Ferien oder Freizeit hat, außer er nimmt sie sich. Denn: Blockseminare, Hausarbeiten, Exkursionen und Praktika stehen an. Und die sind genauso Bestandteil eines Studiums wie der tägliche Gang in die Uni.</p>
<p class="bodytext">Bleibt die Frage offen, warum dennoch immer allen Nicht-Studenten scheint, dass der Student an sich mit furchtbar viel Freizeit gesegnet ist. Das Geheimnis liegt in der freien Zeit-Einteilung. Denn ob man an seinem Exkursionsbericht fünf Wochen jeden Tag drei Stunden sitzt oder ob man ihn in einer Nachtschicht 12 Stunden vor Abgabe zusammenschreibt, ist egal – Hauptsache die Abgabegabetermine werden eingehalten. Und somit werden Studenten auch in Zukunft zu allen möglichen und unmöglichen Tages- und Nachtzeiten die Stadt bevölkern und ihren Urlaub in einem Umfang nehmen, von dem so mancher Arbeitnehmer nur träumen kann. Allerdings warten auf diesen nach seiner Rückkehr aus den Ferien in der Regel auch keine 7-Tage-Wochen mit Nachtschichten, in der er das abarbeiten muss, was sich in den Wochen seiner Abwesenheit einfach irgendwie nicht von selbst erledigt hat – so sehr man am Strand von Spanien auch davon zu träumen gewagt hatte.</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 05:41:20 +0100</pubDate>
			
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			<title>Studieren &amp; Protestieren</title>
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			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Letztes Wochenende war ich auf einer Messe in München, um unserer Universität auch in Bayern einen höheren Bekanntheitsgrad zu verschaffen, als sie bislang dort vielleicht hatte. Es war ein angenehmer Tag. Viele der zukünftigen Studierenden waren sehr aufgeschlossen der Idee gegenüber, auch mal einen Blick hinter die ehemalige deutsch-deutsche Grenze zu werfen und zum Studieren in die neuen Bundesländer zu gehen. Zudem waren meine Befürchtungen, dass ich die Messebesucher aufgrund ihres Dialektes nicht verstehen würde, völlig unbegründet und es kam eine Menge an interessanten und aufschlussreichen Gesprächen zustande. </p>
<p class="bodytext">Ich kann nicht sagen warum, aber irgendwie überrascht war ich von einer Frage, die mir am Nachmittag gestellt wurde: „Wie ist das denn nun wirklich mit diesem ganzen Bildungsstreik? Sind die Verhältnisse wirklich so schlimm, wie das überall gesagt wird?“ Wahrscheinlich war die Überraschung bei mir so groß, weil ich nicht gedacht hätte, dass die ganze Problematik bei Schülern, die vor ihren Abiturprüfungen stehen, scheinbar doch sehr präsent ist. Eigentlich hatte ich mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, dass das durchaus ein wichtiges Thema für einen zukünftigen Studenten ist. Aber auch ein klein wenig Freude mischte sich in meine Verblüfftheit: Das erste Mal wurde mir bewusst, dass das Problem Bildungsprotest doch eine große Öffentlichkeit erreicht hatte.</p>
<p class="bodytext">Meine Antwort für die Fragestellerin versuchte ich knapp und präzise zu halten – eine echte Herausforderung bei der Vielschichtigkeit des Themas. Ich würde aufgrund der Proteste bzw. deren Inhalte niemals von einem Hochschulstudium abraten. Gleichzeitig unterstütze ich jedoch den Großteil der Forderungen, die von den Studenten immer wieder lautstark vorgetragen&nbsp;werden. Dabei geht es um allgemeine Missstände wie die chronische Unterfinanzierung der (universitären) Bildung ebenso wie um konkrete Forderungen zur Verbesserung des neu eingeführten Bachelor/ Master –Systems. Es sind Probleme die im Großen die Hochschulen der ganzen Republik betreffen, im Kleinen kämpft jedoch jede Uni auch mit ganz spezifischen Problemen. Und: Es sind nicht nur die Studenten, die bessere Bedingungen einfordern. Egal ob Geisteswissenschaften oder Naturwissenschaften – der Protest wird ebenso von sehr vielen Dozenten unterstützt.</p>
<p class="bodytext">Entsprechend fällt mein Rat an die zukünftigen Studenten aus: Kommt studieren, informiert euch über Missstände und versucht diese aktiv zu verbessern. Schließlich sollt ihr an der Uni doch auch fürs Leben lernen und das heißt: Probleme lösen anstatt sie zu verdrängen.</p>
<p class="bodytext">Infos rund um den Bildungsstreik in Halle und zu aktuellen Veranstaltungen in diesem Zusammenhang bekommt ihr auch unter <a href="http://bildungspolitik.bplaced.net/"><a href="http://bildungspolitik.bplaced.net/" target="_blank" >bildungspolitik.bplaced.net</a></a>. Außerdem findet am Donnerstag (03.12.) um 20.00 Uhr eine studentische Vollversammlung statt (im Audimax am Uniplatz). Wer erste Einblicke in studentische Debatten zum Thema Bildung bekommen will, darf jederzeit vorbeischauen. </p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 10:06:02 +0100</pubDate>
			
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			<title>Zauberer und andere Energiequellen</title>
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			<description>Nun hat das Semester richtig begonnen! – zumindest für mich. Vor zwei Wochen habe ich eine Woche in...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Nun hat das Semester richtig begonnen! – zumindest für mich. Vor zwei Wochen habe ich eine Woche in der Uni gefehlt, weil ich arbeiten war. Das an sich ist kein Problem, man muss einfach alles nachholen. Aber genau das ist der Knackpunkt: seit dem türmt sich die Arbeit auf meinem Schreibtisch und es scheint einfach nicht weniger zu werden. Exkursionsbericht, Protokolle, Übungsserien, …  Einen Lichtblick in mein Schreibtisch-Potato-Dasein brachte schließlich die Anfrage von Ramona, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr gemeinsam zur Premiere von „Der Zauberer von Oz“ zu gehen. Das Stück wurde im Thalia-Theater gezeigt, dem Kinder- und Jugendtheater von Halle. Und so kam es, dass ich mich Sonntagnachmittag zwischen vielen jungen Eltern und noch viel mehr und viel jüngeren Kindern im Theater wieder fand. Vom demografischen Wandel, der Deutschland neuerdings heimsucht, war zumindest hier nichts zu spüren!  Die Story – altbekannt – hatte ich schon vor langer Zeit in die hinterste Ecke meines Gedächtnisses verbannt. Worte geisterten mir durch den Kopf: Smaragdenstadt, Vogelscheuche, ein Mann aus Blech und ein kleines Mädchen, was den Weg nach Hause sucht. Ich erinnerte mich, dass auch ich eine Inszenierung des Buches einmal als Kind gesehen hatte, allerdings als Musical. Nun also, 15 Jahre später, ein Theaterstück. Punkt um drei schließlich wird die Bühne von einem starken Unwetter heimgesucht, welches Doro (stimmt, so hieß das Mädchen) mitsamt ihrem Haus in die Zauberwelt Oz verfrachtet. Um zurück nach Kansas zu kommen, muss sie irgendwie den Weg in die Smaragdenstadt finden, denn dort wohnt der größte aller Zauberer, der Zauberer von Oz. Mit jeder Minute vervollständigen sich meine Erinnerungsfetzen: neben dem Strohmann, der sich nichts mehr als einen eigenen Verstand wünscht, und dem Blechmann, der ein Herz begehrt, begleitet Doro auf ihrer Reise noch ein mutloser Löwe. Reißende Flüsse, ein Feld voll von betäubend schönem Mohn – für die vier Freunde gilt es eine Menge an Abenteuern zu überwinden. Und – welch Freude für mich – nicht nur beim Musical wird die Musik hoch geschrieben! Auch hier im Theater gibt es musikalische Unterstützung: das ganze Stück wird von einem Pianisten begleitet. Er spielt zum Gesang, der von der Bühne schallt und untermalt die Gefühle der Protagonisten, so dass ich irgendwann denke: das ist wie bei einem Hörspiel, bloß besser, da man ja auch etwas sieht. Nach anderthalb Stunden geht das Licht wieder an. Kinder mit geröteten Wangen klatschen begeistert und auch ich stimme mit ein. Doro ist wieder Zuhause und alle Wünsche ihrer Freunde haben sich erfüllt, wenngleich auf anderem Wege als zuvor von ihnen erhofft. Auch mein Wunsch nach ein wenig Abwechslung hat sich erfüllt – und ich gehe voll getankt mit neuer Energie, welche mich wie durch Zauberhand ereilt hat, zurück zum Schreibtisch.</p>]]></content:encoded>
			<category>Blogbeitrag</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 20:15:47 +0100</pubDate>
			
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