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Prof. Dr. Christian Schroeder ist Professor für Strafrecht und Strafprozessrecht.

Wenn Sie Fragen haben, können Sie sich jederzeit gern an die Fachstudienberaterin für Jura wenden.

Petra Textor
E-Mail-Adressepetra.textor(at)jura.uni-halle.de
Universitätsplatz 10 a (Thomasianum)
06108 Halle (Saale)
Telefonnummer(0345) 5523156

Weitere Informationen zu Prof. Dr. Christian Schröder finden Sie unter:

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://schroeder.jura.uni-halle.de/




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Prof. Dr. Christian Schröder – Professor für Strafrecht und Strafprozessrecht

 
Seit wann sind Sie in Halle?

Seit 2003.

Wo waren Sie vorher?

Ich war zuvor Richter am Kammergericht in Berlin, promoviert und habilitiert habe ich mich an der Universität Osnabrück.

Was gefällt Ihnen an Halle?

Halle ist eine Stadt der kurzen Wege. Sie ist überschaubar und bietet dabei doch sehr viel. Zugleich ist Halle nicht glatt oder mondän, sondern im guten Sinne widersprüchlich. Auch im Stadtbild, denn es gibt wunderschöne Stadtviertel, aber ein Gang durch die Stadt zeigt auch noch Wunden aus früherer Zeit. Allerdings überwiegen die Orte, die ihre Besucher begeistern. Der traumhafte Campus gehört dazu. Diese Ambivalenz mochte ich von Anfang an, denn ich hatte nicht vor, mich zur Ruhe zu setzen. Das kulturelle Umfeld ist sehr bemerkenswert – ein Opernhaus, mehrere Theater, Orchester, Programmkinos – hier gibt es fast alles in großer Vielfalt und hervorragender Qualität. Kollegen und ich gehen mit Erstsemestern beispielsweise in die Moritzburg – ein großes Kunstmuseum fast direkt am Uniplatz. Das ist schon toll. Welche andere Stadt könnte da Vergleichbares bieten?



Was ist das Besondere an der MLU?

Die MLU ist eine Volluniversität. Das empfinde ich als angenehm, weil die Wissenschaft vom Austausch verschiedener Fächerkulturen lebt. Sehr schön finde ich auch die Campus-Atmosphäre hier. Alles ist ganz dicht beisammen – die Hörsäle, die Mensa, die Bibliothek. An anderen Universitäten muss man durch die halbe Stadt fahren, um von der Vorlesung zur Bibliothek und wieder ins Büro zu kommen. Hier dauern meine Wege nicht länger als drei Minuten. Durch diese räumliche Konzentration entstehen viele Kontakte – vor allem zu den Studierenden, die sich gut betreut und deshalb natürlich auch sehr wohl fühlen bei uns.

Für wen ist ein Jura-Studium geeignet?

Für alle, die Interesse an Politik und Gesellschaft haben und einen Beruf mit Perspektiven anstreben. Das Studium bietet eine sehr breite Ausbildung und ist mit verschiedenen Interessensgebieten kompatibel. Das heißt, wenn sich jemand beispielsweise für Medien, Geschichte, Sprachen, Umweltschutz oder Wirtschaft interessiert, dann ist ein Jura-Studium auf jeden Fall eine hervorragende Möglichkeit, um die juristische Ausbildung mit einem Interessengebiet zu kombinieren. In dieser Vielfalt liegt meiner Meinung nach auch der große Vorteil des Studiums. Man muss noch nicht gleich wissen, was man später einmal machen möchte, denn es stehen einem fast alle Wege und Türen offen. Vor allem aber – und das macht Jura für viele sehr attraktiv – ist das Studium der Schlüssel zu den klassischen, reglementierten Berufen Rechtsanwalt, Richter, Staatsanwalt und Notar – alles Tätigkeiten mit hohem gesellschaftlichem Ansehen und guten Verdienstmöglichkeiten.

Wem würden Sie von einem Jura-Studium abraten?

Abraten würde ich niemandem. Wer allerdings will, dass alles sehr schnell geht, der sollte sich genau überlegen, ob er ein Jura-Studium beginnen möchte. Denn dieses Studium dauert mindestens vier Jahre und erfordert Fleiß und Engagement. Nach dem ersten Staatsexamen kommt noch das Referendariat, das ist nun einmal ein langer Weg, der Ausdauer erfordert.

Wo kann man mit einem Jura-Studium Arbeit finden?

Da fallen jedem natürlich sofort die genannten klassischen Berufe ein. Aber die Berufsfelder für Juristen sind viel größer. Sie arbeiten in Verwaltungen, Behörden, Verbänden, in der Wirtschaft, in internationalen Institutionen und Gremien. Juristen werden überall gebraucht. Deshalb haben unsere Absolventen hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt.